Ist Putin verrückt? Skurrile Fakten und Gerüchte über das private Leben von Russlands Präsidenten
Ist Putin verrückt? Laut Gerüchten: Er verteufelt Internet und Smartphone, versteckt Frau und Kinder, soll Giftmorde planen – und RAF-Fan gewesen sein.
Hamburg – Wladimir Putin (79) beschützt sein (Privat-)Leben wie die Grenzen seines Landes. Doch seine Gegner wie Alexej Nawalny bringen immer wieder Absurditäten über den russischen Machthaber ans Licht. Über angebliche Auftragsmorde, uneheliche Kinder und Liebschaften, sein Luxusleben, Putins Freundschaft mit Oligarchen – und auch über seine zum Teil verrückten Ticks. Oder wussten Sie bereits, dass Putin kein Smartphone besitzt, und offenbar ein abgelaufenes Betriebssystem auf seinem Computer nutzt?
All diese Fakten und offenen Geheimnisse sagen einiges über den Wladimir Wladimirowitsch Putin aus, den die ganze Welt nicht mehr versteht. Viele fragen sich: Würde ein sechsfacher Vater (zwei Kinder hat er mit seiner Ex-Frau, vier werden ihm mit einer Geliebten nachgesagt) wirklich durch einen Atomkrieg die Welt zerstören? Was ist wirklich dran an Putins Drohung mit Atomwaffen?
Putin verrückt? Skurrile Fakten über das private Leben von Russlands Präsidenten
Mitte März hat US-Präsident Joe Biden Putin wegen des brutalen Vorgehens im Krieg gegen die Ukraine als einen „mörderischen Diktator“ und „Kriegsverbrecher“ bezeichnet. Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte Bidens Äußerung über Putin „inakzeptabel und unverzeihlich“. „Unser Präsident ist eine sehr weise, weitsichtige und kultivierte internationale Persönlichkeit“, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge.
Doch angesichts der Brutalität der Armee und der Atom-Alarmbereitschaft Russlands stellen sich auch Experten die Frage: Ist Wladimir Putin verrückt geworden? Der niederländische Premier Mark Rutte hat den russischen Präsidenten sogar als „wahnsinnig“ bezeichnet, sagte wörtlich: „Der Mann ist natürlich total wahnsinnig.“ Ist das Fakt?
Eine Antwort darauf könnte nur ein erfahrener Psychologe liefern. Dieser müsste den russischen Machthaber aber persönlich treffen und analysieren, um eine Diagnose über seine Psyche abzugeben. Ein Ding der Unmöglichkeit.
Anhand dieser Fakten und offenen Geheimnisse über das private Leben des Machthabers kann man sich als Laie an einer Ferndiagnose versuchen. Und selbst ein Bild davon machen, wie dieser Mensch, Wladimir Putin, einzuschätzen ist.
Verrückte Fakten – Putin privat: Er hat kein Smartphone und nutzt abgelaufene Computer-Systeme
Wladimir Putin ist einer der mächtigsten Männer der Welt – aber kein Fan von moderner Technik. „Ich habe kein Smartphone“, sagte der russische Machthaber im Jahr 2018 wörtlich. Aus Angst vor Spionage und Lauschangriffen? Ob verrückt oder rational, Fakt ist: Mit Politikern telefoniert Putin in Staatsangelegenheiten über ein altes, gelbes Telefon mit einer Schnur zum Hörer.
Und auch der Computer von Wladimir Putin soll nicht auf dem neuesten Stand sein. Russlands Präsident soll auf seinen Arbeits-PCs das stark veraltete Betriebssystem Windows XP nutzen, wie das russische Nachrichtenportal Open Media berichtet. Und auch offizielle Fotos zeigen den russischen Machthaber immer wieder vor seinem PC mit veralteten Betriebssystem. Das Verrückte: Der Hersteller Microsoft hat den Support hierfür schon 2014 eingestellt. Offenbar lebt Putin in einer anderen Welt.
Vom Internet hält Putin ohnehin nicht viel. In seinem öffentlichen und privaten Leben. In der Vergangenheit hat er das Internet als „Sonderprojekt der CIA“ bezeichnet und kritisiert, es sei „zur Hälfte Pornografie“.
Ist Putin verrückt? Er war KGB-Agent in Dresden – und soll die RAF unterstützt haben
Von 1985 bis 1990 war Wladimir Putin Agent in der ehemaligen DDR – und zwar beim sowjetischen Geheimdienst (KGB) unter dem Agentennamen die Motte. Prekär: In dieser Zeit soll Putin Kontakt zur Roten Armee Fraktion (RAF) gehabt haben. Das berichtet Catherine Belton in ihrem Buch „Putins Netz. Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste“. Belton zufolge habe ein nicht namentlich genanntes ehemaliges Mitglied der linksradikalen Terrorgruppe gesagt, er hätte Putin in Dresden getroffen. Der damalige KGB-Agent Putin soll nach dessen Aussage Mitglieder der Gruppe unterstützt haben.
Sie denken, das seien nur Gerüchte? Fakt ist: Belton ist angesehene, westliche Kreml-Kennerin und berichtet seit vielen Jahren aus Moskau – auch für die „Financial Times“.
Verrückt? Brutale Vermutungen über Putins Leben: Der Machthaber soll seine Gegner durch Giftmorde aus dem Weg räumen
Gift-Attentate, und noch schlimmer, Giftmorde, sind seit Anfang der 2000er Jahre in Russland Tradition. Der Grund: Sie sind schwer nachzuweisen und leicht zu vertuschen. Natürlich hat Wladimir Putin nie zugegeben, seine regimekritischen Gegner angegriffen zu haben. Überlebende der Giftanschläge sind sich aber sicher, dass Mitglieder des russischen Geheimdienstes sie vergiften wollten.
Diese brutalen Fakten zu Giftangriffen- und Giftmorden sprechen für sich:
- Der Kremlkritiker Alexej Nawalny hat jahrelang unermüdlich gegen die Korruption des Regimes von Wladimir Putin gekämpft und immer wieder unangenehme Fakten aufgedeckt. Die Folge: Ein Giftanschlag auf den russischen Oppositionellen, den er knapp überlebte. Verrückterweise muss Nawalny jetzt in Russland neun Jahre lang im Gefängnis sitzen. Doch auch, wenn dieser Anschlag weltweit Schlagzeilen gemacht hat, war er kein Einzelfall.
- Die regimekritische Journalistin Anna Politkowskaja sollte in einem Flugzeug mit einer Tasse Tee vergiftet werden. Sie überlebte den Anschlag – und wurde dann im Oktober 2006 im Aufzug auf dem Weg zu ihrer Wohnung erschossen.
- Alexander Litwinenko: Der frühere russische Agent und Kreml-Kritiker wurde 2006 in London mit Polonium vergiftet und starb. Andrej Lugowoi, der für den Mord verantwortlich sein soll, wurde Abgeordneter des russischen Parlaments und soll dort nun absurderweise die Nawalny-Vergiftung untersuchen.
- Juri Schtschekotschichin, Journalist und Abgeordneter der Opposition, wurde 2003 qualvoll ermordet, wie vermutet wird. Der Journalist starb an plötzlich auftretendem multiplem Organversagen, die Haut trennte sich vom Körper.
Putin privat: Alles über die Frauen und Töchter von Russlands Präsidenten
Auch, wenn Putin nachgesagt wird, acht Kinder zu haben – Fakt ist: Wladimir Putin hat offiziell zwei Töchter mit seiner Ex-Frau. Mit Ljudmila Alexandrowna Otscheretnaja war der russische Machthaber von 1983 bis 2014 verheiratet. Im Zuge des Ukraine-Konflikts geraten Putins Töchter Maria und Katerina jetzt unfreiwillig ins Rampenlicht. Denn beide wurden wegen des Ukraine-Kriegs nun auf die Sanktionsliste gesetzt. Außerdem soll der Kreml-Chef in jedem Fall eine geheime Tochter haben.
Auch Sicherheitsgründen spricht Putin ohnehin nicht viel über sein privates Leben, also auch über seine Frau und Töchter. „Meine Töchter leben in Russland und haben nur in Russland studiert, ich bin stolz auf sie“, sagte er. „Sie sprechen drei Fremdsprachen fließend. Ich spreche nie mit jemandem über meine Familie“. Das klingt alles nicht verrückt, sondern verständlich und normal. Anders sieht es jedoch mit der Geliebten Putins aus...
Putin ist wirklich verrückt: Warum er seine Geliebte versteckt
Es ist nicht offiziell, doch in Russland ist es ein offenes Geheimnis, dass Wladimir Putin seit vielen Jahren eine Geliebte haben soll. Mit der ehemaligen Olympia-Turnerin Alina Kabajewa (38) soll Putin sogar vier weitere Kinder haben. Das Verrückte: Er macht weder die Beziehung, noch seine Vaterschaft öffentlich. Dabei ist er längst von seiner früheren Frau geschieden.
Kabajewa und ihre Kinder sollen sich internationalen Berichten zufolge derzeit in der Schweiz aufhalten, in einem gesicherten Chalet bei Lugano im Tessin. Damit soll jetzt Schluss sein. Knapp 70.000 Schweizer haben bereits eine Petition auf change.org unterschrieben und fordern, dass sie das Land verlassen muss. Der Grund ist das brutale Vorgehen ihres inoffiziellen Partners im Ukraine-Krieg. Eine Rückkehr nach Moskau hätte auch ihr Gutes. Experten hoffen, dass Putins Geliebte ihn von einem Kriegsende überzeugen könnte.
Putins Vermögen: Er ist mit Oligarchen befreundet und soll im Palast leben
Skurril: Offiziell verdient Wladimir Putin „nur“ 283.787 Euro im Jahr. Dazu soll er eine 77 Quadratmeter große Wohnung in Moskau und drei Autos haben. Doch tatsächlich soll Putins Vermögen gigantisch sein. 2007 schätzte der russische Politologe Stanislaw Belkowski in der Zeitung Welt, Putin besitze rund 40 Milliarden Dollar – einen ähnlichen Betrag schätzte das Vermögenmagazin im vergangenen Jahr. Indes schätzte der Brite Bill Browder, zeitweise einer der größten Investoren in Russland, bei einer Befragung im US-Senat im Jahr 2017 den Reichtum des russischen Präsidenten sogar auf mehr als 200 Milliarden Dollar.
Verrückt: Am Schwarzen Meer soll Putin einen Palast mit gigantischen Ausmaßen haben – 17.700 Quadratmeter groß soll der Bau sein, der 1,12 Milliarden Euro gekostet haben soll. Das behauptet jedenfalls Kremlkritiker Alexej Nawalny, der ein Video über das vermeintliche Anwesen von Russlands Präsidenten gedreht und veröffentlicht hat.
Außerdem ist Wladimir Putin mit vielen russischen Oligarchen befreundet, deren Vermögen derzeit weltweit eingefroren werden. Deswegen bettelt der bekannteste russische Oligarch Roman Abramowitsch derzeit sogar reiche Freunde um Geld an – doch alle sagen „nein“. *fr.de, 24hamburg.de, hna.de, bw24.de und kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
Rubriklistenbild: © Mikhail Klimentyev/Tim Brakemeier/dpa/imago


