Pilotprojekt in der Pauliner Marsch

Bevor es blitzt, wird Werder gewarnt

Neben Platz 11 wurde das Gewitter-Warnsystem errichtet, das sich selbst mit Solarstrom versorgt.
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Neben Platz 11 wurde das Gewitter-Warnsystem errichtet, das sich selbst mit Solarstrom versorgt.

Bremen - Wer kennt das nicht? Dunkle Wolken ziehen auf, aus der Ferne ist ein erstes Grummeln zu vernehmen und ein paar Tropfen fallen auch schon vom Himmel – und das Mitten im Training.

Was tun? Die Einheit abbrechen, reingehen? Meistens ist es eine Bauchentscheidung der Trainer. Beim SV Werder ändert sich das jetzt. Der Bundesligist hat am Donnerstagnachmittag auf seinem Trainingsgelände mit den 13 Plätzen für die Profis und die vielen Nachwuchsmannschaften ein Gewitter-Warnsystem installieren lassen – ein Novum in Deutschland.

Auf vielen Golfplätzen ist das längst Standard, beim Fußball noch nicht. Doch das soll sich ändern. Die Bremer gehen mit gutem Beispiel voran und starten nun ein außergewöhnliches Pilotprojekt in der Pauliner Marsch. Schließlich geht es um die Sicherheit der Sportler. Neben Platz 11 wurde ein Empfangsmast errichtet mit Lautsprechern.

Blitzt es in einem Umkreis von acht Kilometern, gibt es ein akustisches Warnsignal (mit maximal 120 Dezibel) und dazu ein visuelles (rotes Leuchten). Dann besteht genug Zeit für die Sportler, sich in den Gebäuden in Sicherheit zu bringen. Von der Anlage profitiert auch das nahegelegene Stadionbad. Damit die Anwohner nicht aus dem Schlaf gerissen werden, wird die Anlage nachts ausgeschaltet, versichert die Herstellerfirma COPTR aus Köln

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