„Dirk am Deich“: Gieselmann über Pizarros Rückkehr

Einer geht noch rein

Dirk Gieselmann schreibt regelmäßig für die DeichStube über sein Leben als Werder-Fan.

Von Dirk Gieselmann. Es ist mir vollkommen unbegreiflich, dass Fußballprofis inzwischen jünger sind als ich. Sie sind doch meine Vorbilder, denke ich. Männer also, zu denen ich aufblicken will, und die müssen doch naturgemäß älter sein als ich.

So wie Rune Bratseth älter war als ich, Andi Herzog und Dieter Eilts sowieso, der, wie ich aus gut unterrichteten Kreisen weiß, bereits 45 Jahre alt war, als er 1964 in Upgant-Schott das Licht der Welt erblickte. Ich erinnere mich noch allzu gut an den Schrecken, der mir in die Glieder fuhr, als der Engländer Michael Owen im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 1998 sein Wundertor gegen Argentinien schoss. Der Schreck bestand in dem spektakulären Treffer an sich, vor allem aber in der Tatsache, dass Owen gerade 18 war, als er ihn erzielte. Und damit ein Jahr jünger als ich.

Das warf mich weit zurück, nicht nur in dem Vorhaben, selbst einmal ein solches Wundertor in einem WM-Spiel zu erzielen, spielte ich doch damals in der zweiten Herrenmannschaft des TuS St.Hülfe-Heede und damit denkbar weit entfernt von einer Nationalmannschaft. Sondern auch in meiner Hoffnung, für immer jung zu bleiben. Ganz offenbar war eine neue Generation im Begriff, mich vor sich her zu schieben, ins Alter hinein.

Claudio Pizarro, der immergrüne Strafraumschlawiner

Damit begann eine betrübliche Entwicklung, die seither durch nichts und niemanden gestoppt wurde und mittlerweile haarsträubende Ausmaße angenommen hat. Kylian Mbappé, einer der Stars der gerade zurückliegenden Weltmeisterschaft in Russland, besitzt die bodenlose Unverfrorenheit, dass er noch nicht einmal geboren war, als Michael Owen gegen Argentinien zu seinem Jahrhundertsolo ansetzte und ich mich zum ersten Mal alt fühlte.

All das muss ich vorausschicken, um begreiflich zu machen, was mir Claudio Pizarros Rückkehr zum SV Werder bedeutet. Sie bedeutet mir nichts weniger als das Gefühl anhaltender Jugend. Dass ich so alt, wie all diese furiosen Jungspunde mir seit zwanzig Jahren suggerieren wollen, gar nicht sein kann. Dass auch mit 40 noch gilt: Einer geht noch, einer geht noch rein. Ich könnte mir keinen besseren Überbringer dieser wunderbaren Nachricht vorstellen als Claudio Pizarro, den immergrünen Strafraumschlawiner.

Pizarros Karriere in Bildern

Claudio Pizarro
Willkommen in Bremen: Ein junger Claudio Pizarro macht sich im August 1999 für seinen allerersten Bundesliga-Einsatz bereit. © imago/Team 2
Claudio Pizarro
Beim Startelf-Debüt gelingt Pizarro gleich sein erstes Bundesliga-Tor. Kaiserslauterns Andreas Reinke ist machtlos. Innerhalb der nächsten Woche lässt er fünf weitere Treffer folgen und erobert die Fan-Herzen im Sturm. © imago/Jaspersen
Claudio Pizarro
Auch beim „Wunder von der Weser“ gegen Olympique Lyon, als Bremen eine 0:3-Pleite aus dem Hinspiel noch dreht, ist Pizarro beteiligt. Er erzielt den 4:0-Endstand. © imago/Jaspersen
29 Tore erzielte Pizarro in zwei Jahren für Werder. Hier bejubelt er einen Treffer mit Rade Bogdanovic.
29 Tore erzielte Pizarro in zwei Jahren für Werder. Hier bejubelt er einen Treffer mit Rade Bogdanovic. © imago
Claudio Pizarro
Nach zwei Jahren in Bremen folgt Pizarro dem Ruf aus München. Neben Vizepräsident Dr. Fritz Scherer (l.) und Karl-Heinz Rummenigge präsentiert er stolz das Trikot mit der Nummer 14. © imago/ActionPictures
Claudio Pizarro
Für den FC Bayern spielt Pizarro erstmals in der Champions League. Im April 2002 bejubeln Stefan Effenberg und Bixente Lizarazu seinen 2:1-Siegtreffer gegen die „Galaktischen“. Zinedine Zidane schaut enttäuscht zu, im Rückspiel setzt sich Real Madrid aber durch. © imago/WEREK
Claudio Pizarro
Zwei der erfolgreichsten ausländischen Bundesliga-Torschützen beim gemeinsamen Jubel: Claudio Pizarro nimmt Sturmpartner Giovanne Elber Huckepack. Ein Bild, an das sich die Konkurrenz im Oktober 2002 gewöhnen musste. © imago/WEREK
Claudio Pizarro
Mit den Bayern gewinnt Pizarro die ersten Titel. In der Saison 2002/03 werden sie Meister und Pokalsieger. Im Finale trifft „Pizza“ gegen Kaiserslautern und reckt anschließend den Pokal in die Höhe. © imago/Ulmer
Claudio Pizarro
Im Mai 2005 feiert Pizarro erneut das Double. Während er auf dem Münchner Rathausbalkon die Meisterschale präsentiert, verbirgt sich hinter dem DFB-Pokal sein langjähriger Mitspieler Torsten Frings. © imago/ActionPictures
Claudio Pizarro
Ausgebremst: In London wird Pizarro in der Saison 2007/2008 nicht glücklich. Für den FC Chelsea erzielt er nur zwei Tore und kommt über die Rolle des Einwechselspielers nicht hinaus. Nach einer einjährigen Leihe verpflichtet Ex-Klub Werder  den Peruaner 2009 erneut. © imago
Auch auf dem Bremer Rathausbalkon darf Pizarro sich den Pott krallen. Das DFB-Pokal-Finale 2009 gewann Werder Bremen dank Mesut Özil mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Im UEFA-Cup-Finale hatten sie weniger Glück, verloren gegen Schachtar Donezk mit 1:2 in der Verlängerung.
Auch auf dem Bremer Rathausbalkon darf Pizarro sich den Pott krallen. Das DFB-Pokal-Finale 2009 gewann Werder Bremen dank Mesut Özil mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Im UEFA-Cup-Finale hatten sie weniger Glück, verloren gegen Schachtar Donezk mit 1:2 in der Verlängerung. © imago
Die Entschlossenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben: Pizarro trifft zum 1:0 gegen Twente Enschede und egalisiert damit das Hinspielergebnis in der Europa League. Seine beiden weiteren Tore markieren den Hattrick und bringen Werder in die nächste Runde. Dort scheiden sie trotz seiner drei Scorerpunkte gegen Valencia aus. (Februar 2010)
Die Entschlossenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben: Pizarro trifft zum 1:0 gegen Twente Enschede und egalisiert damit das Hinspielergebnis in der Europa League. Seine beiden weiteren Tore markieren den Hattrick und bringen Werder in die nächste Runde. Dort scheiden sie trotz seiner drei Scorerpunkte gegen Valencia aus. (Februar 2010) © imago
Küsschen für die Fans: Auch gegen Köln gelingt Pizarro im November 2011 ein Hattrick. Nachdem er den 2:0-Vorsprung durch Christian Clemens und Lukas Podolski ausgeglichen hatte, erzielt er kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer.
Küsschen für die Fans: Auch gegen Köln gelingt Pizarro im November 2011 ein Hattrick. Nachdem er den 2:0-Vorsprung durch Christian Clemens und Lukas Podolski ausgeglichen hatte, erzielt er kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer. © imago
Der zweite Werder-Abschied: Die Werder-Bosse Klaus Filbry, Klaus Allofs und Klaus-Dieter Fischer (v.l.) verabschieden Pizarro im September 2009 aus Bremen.
Der zweite Werder-Abschied: Die Werder-Bosse Klaus Filbry, Klaus Allofs und Klaus-Dieter Fischer (v.l.) verabschieden Pizarro im September 2009 aus Bremen. © imago
Zwar rückt Pizarro bei seiner erneuten Station in München ins zweite Glied, Glanzpunkte setzt er aber weiterhin. Über einen dürften sich auch Werder-Fans gefreut haben: Beim 9:2-Schützenfest gegen den HSV erzielte „Pizza“ im März 2013 vier Tore und legt zwei weitere auf.
Zwar rückt Pizarro bei seiner erneuten Station in München ins zweite Glied, Glanzpunkte setzt er aber weiterhin. Über einen dürften sich auch Werder-Fans gefreut haben: Beim 9:2-Schützenfest gegen den HSV erzielte „Pizza“ im März 2013 vier Tore und legt zwei weitere auf. © imago
Aber nicht nur gegen den HSV zeigte er seine Klasse. Beim 5:2-Erfolg gegen Werder Bremen im April 2014 macht Pizarro zwei Tore selbst und bereitet eins vor.
Aber nicht nur gegen den HSV zeigte er seine Klasse. Beim 5:2-Erfolg gegen Werder Bremen im April 2014 macht Pizarro zwei Tore selbst und bereitet eins vor. © imago
Abschied mit einem Titel. 2015 war Pizarro kaum noch zum Einsatz gekommen.
Abschied mit einem Titel. 2015 war Pizarro kaum noch zum Einsatz gekommen. © imago
Claudio Pizarro
Weniger Glück hatte Pizarro im Trikot der peruanischen Nationalmannschaft. Für eine WM spielte er bisher nie. Bei der Copa America war der größte Erfolg die Teilnahme am Halbfinale 2015. Dort war gegen Chile Schluss. © imago/Fotoarena
Ankunft in Bremen im September 2015: Als Pizarro am Münchner Flughaften gesichtet wird, verbreiten sich die Bilder im Netz wie ein Lauffeuer. Als er in Bremen landet, erwarten ihn dort bereits zahlreiche Werder-Fans sowie Pressevertreter. Was für eine Rückkehr!
Ankunft in Bremen im September 2015: Als Pizarro am Münchner Flughaften gesichtet wird, verbreiten sich die Bilder im Netz wie ein Lauffeuer. Als er in Bremen landet, erwarten ihn dort bereits zahlreiche Werder-Fans sowie Pressevertreter. Was für eine Rückkehr! © imago
Wenig später ist es so weit: Gegen Hoffenheim feiert Pizarro die nächste Werder-Rückkehr. Der Einstand gelingt, mit einer Torvorlage in der Nachspielzeit bringt er Werder auf die Siegerstraße.
Wenig später ist es so weit: Gegen Hoffenheim feiert Pizarro die nächste Werder-Rückkehr. Der Einstand gelingt, mit einer Torvorlage in der Nachspielzeit bringt er Werder auf die Siegerstraße. © imago
Der Torhunger ist noch längst nicht gestillt. Im Spiel gegen Hertha trifft Pizarro per Elfmeter zum Anschluss und hat es danach ganz eilig. Sein Wille wird belohnt, wenig später stibitzt der Peruaner Santiago Garcia den Ausgleichstreffer. Er hatte den Ball noch mit den Haarspitzen gestreift.
Der Torhunger ist noch längst nicht gestillt. Im Spiel gegen Hertha trifft Pizarro per Elfmeter zum Anschluss und hat es danach ganz eilig. Sein Wille wird belohnt, wenig später stibitzt der Peruaner Santiago Garcia den Ausgleichstreffer. Er hatte den Ball noch mit den Haarspitzen gestreift. © imago
Pizarro hat immer noch den richtigen Torriecher und schenkt den Leverkusenern beim 4:1-Sieg drei Tore ein.
Pizarro hat immer noch den richtigen Torriecher und schenkt den Leverkusenern beim 4:1-Sieg drei Tore ein. © imago
Mitte März 2016 zieht Pizarro mit Marco Bode als Werders Rekordtorschütze gleich. Pizarro erzielte gegen Mainz 05 (1:1) seinen 101. Treffer im Werder-Trikot.
Mitte März 2016 zieht Pizarro mit Marco Bode als Werders Rekordtorschütze gleich. Pizarro erzielte gegen Mainz 05 (1:1) seinen 101. Treffer im Werder-Trikot. © imago
Rund vier Wochen später schoss er sich dann im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (3:2) zum alleinigen Rekordtorschützen bei Werder.
Rund vier Wochen später schoss er sich dann im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (3:2) zum alleinigen Rekordtorschützen bei Werder. © imago
Pizarro bejubelt mit Mannschaftskollege Santiago Garcia seinen 102. Treffer im Bremer Trikot.
Pizarro bejubelt mit Mannschaftskollege Santiago Garcia seinen 102. Treffer im Bremer Trikot. © imago
Der Peruaner brauchte für seinen Rekord gerade einmal 183 Spiele und somit 196 Partien weniger als der ehemalige deutsche Nationalstürmer Bode.
Der Peruaner brauchte für seinen Rekord gerade einmal 183 Spiele und somit 196 Partien weniger als der ehemalige deutsche Nationalstürmer Bode. © gumzmedia
Am 32. Spieltag der Saison 2016/17 lief Pizarro zum vorerst letzten Mal für Werder auf. Der Vertrag des Stürmer-Oldies wurde über die Zeit hinaus nicht verlängert.
Am 32. Spieltag der Saison 2016/17 lief Pizarro zum vorerst letzten Mal für Werder auf. Der Vertrag des Stürmer-Oldies wurde über die Zeit hinaus nicht verlängert. © imago
In der Saison 2017/2018 ging Claudio Pizarro noch einmal für den 1. FC Köln auf Torejagd. Sein einziges Tor für den neuen Club schoss er gegen den VfB Stuttgart.
In der Saison 2017/2018 ging Claudio Pizarro noch einmal für den 1. FC Köln auf Torejagd. Sein einziges Tor für den neuen Club schoss er gegen den VfB Stuttgart. © imago
Kaum zu glauben, aber wahr: Pizarro kam im  Sommer 2018 nochmal zum SV Werder zurück und unterschrieb für ein Jahr.
Kaum zu glauben, aber wahr: Pizarro kam im  Sommer 2018 nochmal zum SV Werder zurück und unterschrieb für ein Jahr. © gumzmedia
Sein Comeback gab Pizarro am ersten Spieltag gegen Hannover 96.
Sein Comeback gab Pizarro am ersten Spieltag gegen Hannover 96. © gumzmedia
Von wegen eingerostet! Claudio Pizarro zeigt auch im hohen Alter noch seinen sportlichen Mehrwert für Werder. Nur zwei Tage nach seinem 40. Geburtstag bereitete er den Siegtreffer des halb so alten Johannes Eggestein sehenswert vor.
Von wegen eingerostet! Claudio Pizarro zeigt auch im hohen Alter noch seinen sportlichen Mehrwert für Werder. Nur zwei Tage nach seinem 40. Geburtstag bereitete er den Siegtreffer des halb so alten Johannes Eggestein sehenswert vor. © gumzmedia
Im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen trifft Pizarro erstmals in dieser Saison für Werder. Unter der Woche knipste er dann im DFB-Pokal gegen Weiche Flensburg und am folgenden Wochenende erzielte er sein zweites Saisontor im Spiel gegen Mainz 05. Nun ist er der älteste Spieler der Bundesliga-Geschichte, der zwei Tore mit über 40 Jahren schoss.
Im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen trifft Pizarro erstmals in dieser Saison für Werder. Unter der Woche knipste er dann im DFB-Pokal gegen Weiche Flensburg und am folgenden Wochenende erzielte er sein zweites Saisontor im Spiel gegen Mainz 05. Nun ist er der älteste Spieler der Bundesliga-Geschichte, der zwei Tore mit über 40 Jahren schoss. © imago
Ganz besondere Ehre für den Altmeister: Am 16. November 2018 wird Claudio Pizarro der „Bambi“ in der Kategorie Sport verliehen.
Ganz besondere Ehre für den Altmeister: Am 16. November 2018 wird Claudio Pizarro der „Bambi“ in der Kategorie Sport verliehen. © Eventpress Fuhr für Hubert Burda Media
Mit einem Tor in der sechsten Minute der Nachspielzeit gegen Hertha BSC wurde Claudio Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen ältester Torschütze der Bundesliga-Geschichte.
Mit einem Tor in der sechsten Minute der Nachspielzeit gegen Hertha BSC wurde Claudio Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen ältester Torschütze der Bundesliga-Geschichte. © gumzmedia

„Moin“, sagte er am Sonntag in einer kurzen Videobotschaft an seine Fans. „Da bin ich wieder.“ Und dazu lächelte er sein Lächeln, das noch immer so verheißungsvoll strahlt wie die Flutlichtmasten des Weserstadions in einer Europapokalnacht. Ich werde, auch wenn ich es mir sehnlichst wünsche, mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Tor mehr für den SV Werder erzielen.

Aber es reicht mir, wenn wenigstens einer aus dem Jahrgang 1978 noch dazu in der Lage ist. Claudio Pizarro wird ihn reinmachen, er kann ja gar nicht anders. Er ist der älteste Bundesligaspieler, der letzte, zu dem ich noch aufblicken kann, ein Vorbild, das mich nichts mehr lehren kann und das ich doch brauche. Denn was ist das Leben und was ist der Fußball ohne Vorbilder? Ich gehe davon aus, dass sich Claudio Pizarro dieser Verantwortung bewusst ist.

Pizarro spielte nie mit Johan Micoud zusammen

Es ist nun schon sein fünftes Engagement in Bremen. Als er 1999 erstmals beim SV Werder unterschrieb, stieß er zu einem Kader, in dem, und allein das zeigt, wie verflucht lange es her ist, auch noch Stefan Brasas, Bernhard Trares und Lodewijk Roembiak standen. Der Staub der grauen Jahre hing in den Trikots. Im Nachhinein scheint es, als hätten Thomas Schaaf, dessen erste komplette Saison als Trainer damals begann, und Claudio Pizarro diesen Staub hinfortgeblasen.

Als hätten sie den SV Werder neu erfunden, der in den Jahren danach so mitreißenden Fußball spielte. Claudio Pizarro erlebte die Krönung selbst nicht mit, die glorreiche Meisterschaft 2004, und er spielte auch nie mit Johan Micoud zusammen, was jeden Liebhaber, der sich die beiden zusammenfantasieren kann, schmerzen muss. Er wechselte 2001 zum FC Bayern und tat das 2012 gleich noch einmal. Anderen, die vor ihm diesen Weg gegangen waren, haben viele Fans das als Verrat ausgelegt. Doch bei ihm wirkte es nurmehr wie ein geschicktes Manöver, um die Freude über seine Rückkehr in die Höhe zu treiben.

Netzreaktionen zum Pizarro-Comeback: „Kalte Pizza schmeckt besonders gut“

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Und er ist ja tatsächlich immer wieder zurückgekehrt. Mit 29, mit 37 und jetzt noch einmal mit fast 40. Er ist nun so oft zurückgekehrt, dass sein zwischenzeitliches Fortgehen zu einer Fußnote der Geschichte zusammenschnurrt. Fünf Mal Werder, immer Werder. Er ist nun zurückgekehrt, um, wie es heißt, seine Erfahrung an die jungen Spieler weiterzugeben.

Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Er ist vor allem deshalb zurückgekehrt, um im Auftaktspiel gegen Hannover 96, rund eine Woche nach meinem 40. Geburtstag, das Siegtor zu erzielen und es umgehend mir zu widmen, mit einem Augenzwinkern. Wir Jungs aus dem Jahrgang 1978 wissen: Einer geht noch, einer geht noch rein. Das gilt übrigens bis auf Weiteres.

Dirk Gieselmann

Das ist Dirk Gieselmann: Geboren 1978, aufgewachsen in Sankt Hülfe-Heede nahe Diepholz, groß geworden beim Magazin „11 Freunde“, ausgezeichnet mit dem Henri-Nannen- und dem Deutschen Reporterpreis, mittlerweile in Berlin lebend, als Freier Autor für die „Zeit“, die „Süddeutsche Zeitung“ und „Spiegel online“ arbeitend und jetzt auch Mitbewohner in der DeichStube. Regelmäßig wird Dirk Gieselmann in seiner Kolumne „Dirk am Deich“ über sein Leben als Werder-Fan berichten.

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