1. FC Nürnberg gegen Werder Bremen
Einzelkritik: Harnik und Rashica bleiben völlig blass
Nach einem wenig ereignisreichen Spiel, indem zwei Joker die einzigen Treffer erzielten, trennen sich Nürnberg und Bremen insgesamt leistungsgerecht mit 1:1. Die Werder-Profis in der Einzelkritik.
Jiri Pavlenka: Ob ihm über weite Strecken des Spiels kalt war? Zu tun bekam der Torhüter im frostigen Max-Morlock-Stadion jedenfalls lange nichts. Bis zur 73. Minute, als er gegen Pereira parierte und Glück hatte, dass Behrens den nach vorne abgewehrten Ball am Tor vorbei schoss. Beim 1:1 durch Ishak ohne Chance. Note 3,5
Theodor Gebre Selassie: Auf der rechten Außenbahn mit reichlich Vorwärtsdrang ausgestattet, was allerdings ein wenig zu Lasten der Sicherheit ging: Die wenigen Nürnberger Vorstöße, aus denen etwas hätte werden können, kamen über seine Seite. Note 3
Milos Veljkovic: Nachdem er in Hannover und gegen Frankfurt nicht in der Startformation gestanden hatte, verdrängte er Langkamp wieder auf die Bank. Teilte sich die Bewachung von Zrelak mit Moisander und war dabei lange sehr aufmerksam. Kam dann aber vor dem Nürnberger Ausgleich gegen Ishak entscheidend zu spät. Note 4
Niklas Moisander: Hinten teilweise so wenig gefordert, dass er öfter mal den Weg nach vorne suchte – tauchte sogar als Flankengeber auf dem linken und rechten Flügel auf. Wichtig war seine Rettungstat gegen Behrens (68.). Note 3
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Ludwig Augustinsson: In der Defensive ohne Schwierigkeiten gegen den schnellen Misidjan, der im Hinspiel noch den späten Ausgleich erzielt hatte. Fiel vorne durch seine Flanken auf, ihr Ziel fanden diese Bälle aber nicht. Besser machte er es vor dem 1:0, als er den Treffer - wenn auch unfreiwillig - per Fallrückzieher vorbereitete. Note 2,5
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Nuri Sahin (bis 84.): Ersetzte den gelbgesperrten Bargfrede auf der Sechserposition und war darum bemüht, Ordnung ins zerfahrene Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Das gelang ihm nur mit Abstrichen. Note 4
Maximilian Eggestein: Beim 1:1 im Hinspiel noch Bremer Torschütze, im Rückspiel dann ungewohnt unauffällig. Wirkte in vielen Aktionen glücklos und leistete sich unnötige Fouls und Fehlpässe. Immerhin: Ein gefährlicher Distanzschuss mit links steht in seinem Arbeitsnachweis (59.). Note 4,5
Davy Klaassen: Es bleibt dabei: Der Niederländer ist bei Werder aktuell mehr Arbeiter denn Künstler. Suchte im Mittelfeld viele Duelle, eroberte Bälle – ließ dann aber die zündenden Ideen vermissen. Tauchte im zweiten Durchgang mehr und mehr ab. Note 4
Martin Harnik (bis 45.): Nach dem starken Auftritt gegen Frankfurt blieb er gegen Nürnberg vollkommen blass. Auf dem rechten Flügel ohne eine einzige gefährliche Szene. Note 5
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Max Kruse: Vorne, in der Mitte und sogar ganz hinten – der Kapitän war auf dem Platz überall zu finden, forderte die Bälle, nahezu jeder Angriff lief über ihn. Allerdings hatte auch er Schwierigkeiten, einen Weg durch die dichte Nürnberger Abwehrreihe zu finden. Note 4
Milot Rashica (bis 45.): Schlug einen Eckball in der 40. Minute direkt wieder ins Toraus – eine Szene, die symptomatisch für seinen Nachmittag war: Ihm glückte auf dem linken Flügel so gut wie nichts. Note 5
Johannes Eggestein (ab 46.): Sollte als offensiv ausgerichteter Achter endlich Schwung ins Werder-Spiel bringen – und das gelang ihm eindrucksvoll mit dem Treffer zum 1:0 (64.). Es war das zweite Bundesliga-Tor des 20-Jährigen. Note 2
Josh Sargent (ab 46.): Bildete mit Kruse einen Zweier-Sturm, blieb aber ohne richtig gefährliche Szene im Strafraum. Note 4
Kevin Möhwald (ab 84.): Bekam noch etwas Spielzeit gegen seinen Ex-Verein. Note -
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