Bremer Trainer im Werder-Podcast
Kohfeldts Geheimnisse: „Ohne Zeugwart würde ich nackt aus der Kabine gehen“
Bremen - Er war Fan von Benjamin Blümchen und TKKG. Von Marius Müller-Westernhagen ist er es immer noch. Er wäre nackt, wenn er keinen Zeugwart hätte.
Seine Frau versteht nicht, warum er sich vor Spielen noch zusätzlich mit einem Energydrink aufputscht. Und eine Busfahrt nach einer Auswärtsniederlage ist für ihn der blanke Horror. Wer all das noch nicht über Florian Kohfeldt wusste, ist jetzt um einiges schlauer. Verraten hat der Werder-Coach diese kleinen und großen Geheimnisse im neuen Werder-Podcast. Die DeichStube hat die besten Zitate und die launigsten Sprüche daraus zusammengestellt.
„Auswärtsspiel, Niederlage, vier Stunden Busfahrt zurück – das ist der worst case.“
- Florian Kohfeldt auf die Frage, welche Momente für ihn die schlimmsten sind im Trainerleben.
„Der Gladbacher Torjingle! Der geht mir echt auf die Nerven, den habe ich so oft gehört.“
- Auf die Frage, welches Geräusch er nicht mehr hören mag in der Liga. Das schönste Geräusch sei dagegen das „Torhorn“ im Weserstadion.
„Ich würde morgens nackt aus der Kabine gehen, wenn ich Fritz Munder nicht hätte.“
- Kohfeldt über Zeugwart Munder und das komplette Funktionsteam, das sich um die Belange der Profi-Mannschaft kümmert.
„Es ist extrem erstrebenswert, Leute um sich herum zu haben, die einem ihre Meinung sagen. Wir haben dieses Klima im Club, das gefällt mir extrem gut.“
- Kohfeldt über die Diskussionskultur innerhalb seines Trainer- und Betreuerteams.
„Mal so, mal so. Es gibt Momente, wo ich schon denke: Wer ist der Typ? Zum Beispiel in der vergangenen Saison der Jubel nach dem 3:1 gegen Köln, als ich ungefähr Höhe der Mittellinie wieder zu mir gekommen bin. Da denkt man sich schon: ,Junge, lass das Zeug mal lieber weg, das du da genommen hast.‘ Ich habe aber nichts genommen – nicht, dass da Missverständnisse entstehen.“
- Die launige Antwort auf die Frage, ob es beim Betrachten von TV-Bildern Momente gibt, in denen er sich nicht wiedererkannt hat.
„Mein alter Professor an der Uni hat immer gesagt: Du kannst Persönlichkeiten nicht trennen. Da gebe ich ihm Recht. Aber du schaffst eine gewisse innere Distanz zwischen der öffentlichen Person Florian Kohfeldt und der Privatperson Florian Kohfeldt. Ich glaube, das ist etwas sehr Gesundes.“
- Kohfeldt erklärt, wie er mit dem öffentlichen Interesse an seiner Person umgeht und wie er es verarbeitet.
„Ich mag Musik sehr gerne, aber ich bin ein Routinehörer. Ich brauche eine gewisse Zeit, um mich an Lieder zu gewöhnen. Ich habe so meine Lieder, die ich sehr lange und sehr oft höre. Dann ist Musik für mich auch etwas, was auch Emotionen bei mir auslöst. Nicht nur Spieler, auch Trainer hören vor Spielen Musik. Wenn ich vor der Teamansprache meine Notizen durchgehe, was ich gleich sagen will, dann geschieht das mit Musik.“
- Jetzt weiß man: Bei Kohfeldt ist auch Musik drin. Lieblingslied übrigens: „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen.
„Ich trinke einen namhaften Energydrink. Da sagt meine Frau immer: ,Du bist doch eh schon so aufgeregt, wieso machst du das?‘ Da sage ich: ,Weiß ich auch nicht.‘“
- Kohfeldt über ein „nicht ganz so gesundes Ritual“ vor einem Spiel.
„Benjamin Blümchen. Ich glaube, es war ,Das Fußballspiel‘. Benjamin war im Tor, und dann gab‘s große Verletzungen. Lange her, aber das habe ich wirklich früher gehört. Danach viel TKKG, dann hörte es auch schon ein bisschen auf mit Hörspielen.“
- Die Antwort auf die Frage, welche Hörspieler Kohfeldt als Kind gehört hat. P.S.: Der Mann ist später Torwart geworden – wie Benjamin Blümchen...
„,You‘ll never walk alone‘ ist für mich die Hymne schlechthin. Als ich U15-Trainer war, hat mir ein Spieler ein Video von einem Freundschaftsspiel des FC Liverpool in Australien gegeben. 80.000 Leute singen in einem Freundschaftsspiel dieses Lied – das ist Gänsehaut pur.“
- Klares Kohfeldt-Ranking, welcher Fußballsong für ihn der schönste ist. Aber „Lebenslang grün-weiß“ sei „auch sehr schön“.
„Bei der Geburt meiner Tochter.“
- Frage: Wann hast du zuletzt geweint?
„Das Brummen eines Saunaofens. Da kann ich gut abschalten, da bin ich ja in der Sauna.“
- Florian Kohfeldt auf die Frage, welches Geräusch bei ihm für Entspannung sorgt.
„Musikalisch kann ich gar nichts. Eine Musiklehrerin hat mal zu mir beim Weihnachtschor in der Schulaula gesagt: ,Du bewegst nur den Mund.‘ Das war in der fünften oder sechsten Klasse und hat mich weit zurückgeschmissen.“
- Kohfeldt über seine eigenen musikalischen Fähigkeiten.
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