Besondere Auszeichnung des DFB - und ganz viel Lob
DFB kürt Kohfeldt zum Trainer des Jahres
Köln/Bremen – Das hat noch kein Werder-Coach vor ihm geschafft: Florian Kohfeldt ist am Donnerstagabend vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Trainer des Jahres 2018 ausgezeichnet worden.
Die Ehrung erfolgte im Kölner Hyatt-Hotel im Rahmen der Trainer-Gala zum Ende des 65. Fußball-Lehrer-Lehrgangs des DFB – und der erst 36-jährige Kohfeldt darf durchaus stolz sein, denn zu seinen Vorgängern gehören so bekannte Trainer wie Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel. Die Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen in der Nachwuchsarbeit und Verdienste um den deutschen Fußball.
„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Das ist eine große Ehre und Anerkennung, die aber nicht nur mir gilt, sondern vor allem auch meinem Trainerteam, der gesamten Mannschaft und allen Personen, die um das Team arbeiten”, wird Kohfeldt in einer Pressemitteilung zitiert.
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Kohfeldt und Co.: Die Trainer des Jahres - Fotostrecke




DFB-Präsident Reinhard Grindel erinnert darin an den Fußball-Lehrer-Lehrgang 2014/2015: „Da hat Florian Kohfeldt gezeigt, dass er ein herausragendes Trainertalent ist. Mit seinem Werdegang hat er die Lorbeeren bestätigt, die er als Lehrgangsbester erhalten hatte. Florian Kohfeldt hat ein Gespür für die Entwicklung von Talenten und genauso den Umgang mit älteren Spielern, die als nicht immer pflegeleicht gelten. Unter ihm spielt Werder Bremen frischen, begeisternden und erfolgreichen Fußball.”
Noch mehr Lob gab es von DFB-Direktor Oliver Bierhoff: „Es ist beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit sich Florian Kohfeldt zu einem Sympathieträger in der Bundesliga entwickelt hat. Er verströmt eine ansteckende Begeisterung, die Spieler schwärmen von seiner offenen und authentischen Art.“ Der deutsche Fußball würde schon jetzt von Kohfeldts Arbeit profitieren. „Mit Maximilian Eggestein fand sich bei den Länderspielen gegen Serbien und die Niederlande ein frisches Beispiel dafür, wie gut sich talentierte Spieler unter Florian Kohfeldt entwickeln“, meinte Bierhoff. Die Laudatio auf Kohfeldt hielt Werders Ehrenspielführer Clemens Fritz.
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Kohfeldt folgt auf Nagelsmann, Tuchel und Streich
Im vergangenen Jahr hatte Hannes Wolf die Auszeichnung erhalten. Etwas überraschend, denn der Coach war erst wenige Monate zuvor beim VfB Stuttgart entlassen worden. Doch der DFB würdigte, dass Wolf den VfB in der Vorsaison vor dem Abstieg gerettet und davor als Nachwuchscoach von Borussia Dortmund für Furore gesorgt hatte. Vor Wolf und Nagelsmann waren vom DFB schon Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert und Markus Kauczinski prämiert worden.
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Neben der Auszeichnung „Trainer des Jahres“ verlieh der DFB auch noch den Ehrenpreis „Lebenswerk“ an Volker Finke. Der heute 71-Jährige hatte den SC Freiburg von 1991 bis 2007 zu einer echten Marke in der Bundesliga gemacht. Zuletzt war Finke bis 2015 als Nationaltrainer Kameruns tätig.
Für andere Trainer soll die Karriere jetzt erst so richtig losgehen. Alle 24 Teilnehmer des Fußball-Lehrer-Lehrgangs bestanden nach rund acht Monaten ihre Prüfung. Dazu zählten auch die ehemaligen Nationalspieler Daniel Bierofka, Patrick Helmes und Andreas Hinkel.
Kohfeldt war bei seiner Ausbildung weniger bekannt, weil er es als Torwart nur bis in die Bremen-Liga geschafft hatte. Immerhin arbeitete er bereits in der Bundesliga, als Co-Trainer von Viktor Skripnik. Genauso wie Ex-Profi Torsten Frings, mit dem Kohfeldt Woche für Woche in die Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef fuhr. Beide bestanden und schafften zugleich mit Werder den Klassenerhalt. Keine vier Jahre später ist Kohfeldt Chefcoach in Bremen – und nun sogar Trainer des Jahres des DFB.
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