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Bremen/Mönchengladbach - Dieter Hecking hat ein Problem, Woche für Woche sieht sich der Trainer von Borussia Mönchengladbach damit konfrontiert: Bei der Zusammenstellung seines Kaders für ein Bundesligaspiel darf er nur 18 Spieler benennen - und muss demnach viele andere Profis vor den Kopf stoßen.
„Ich war selber Spieler, und wenn der Trainer dann sagt: ,Du bist nicht dabei‘, fühlst du dich wie das fünfte Rad am Wagen“, sagte Gladbachs Trainer vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 - und brachte eine neue Idee ins Spiel: „Ich bin generell kein Freund davon, dass wir nur einen 18er-Kader benennen dürfen. Das ist bei der Dichte im Gesamtkader einfach nicht mehr zeitgemäß. Es sollte möglich sein, einen 22er-Kader für die Spiele benennen zu dürfen, allein schon für das Zusammengehörigkeitsgefühl.“
Baumann für Diskussion offen
Bald 22 Spieler im Aufgebot? Bei Werder sehen sie diesen Vorschlag mit gemischten Gefühlen. Sportchef Frank Baumann sagte während der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag, 15.30 Uhr) zwar, dass man „darüber offen diskutieren“ sollte. Es klang aber durch, dass Baumann ein 18er-Aufgebot ausreicht. „Natürlich ist es schön, wenn der Trainer mehr Auswahl hat“, sagte er - gab aber auch zu bedenken: „Bei einem 22er-Kader sitzen auch mehr Spieler auf der Bank, die nicht zum Einsatz kommen und dann unzufrieden sind.“
Mit einem Augenzwinkern führte der Sportchef auch die strukturellen Änderungen an, die auf Werder zukämen: „Wir bräuchten eine größere Bank und einen neuen Bus.“ Insgesamt, so fasste es Baumann zusammen, „glaube ich, dass wir auch mit 18 Mann im Kader genug Auswahl haben“.