Vor Spiel gegen Ex-Club Werder
Petersen hakt WM-Teilnahme ab und kritisiert Streik-Profis
Freiburg - Ex-Werder-Stürmer Nils Petersen, jetzt beim SC Freiburg, sieht für sich persönlich keine Chance mehr, auf den Zug in Richtung WM 2018 in Russland aufzuspringen.
„Die Nationalmannschaft ist eine eingespielte Truppe“, sagte der 29-jährige Angreifer gegenüber dem Nachrichtenportal „t-online.de“. Petersen weiter: „Der Erfolg gibt ihnen recht, nicht an dem System zu rütteln, nur weil ich eine gute Phase habe und ein anderer vielleicht nicht. Ich rechne nicht mit einem Anruf vom Bundestrainer.“
Petersen will Freiburger Rekord-Torschütze werden
Ein A-Länderspiel hat Petersen bisher noch nicht bestritten, bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 gewann er unter Trainer Horst Hrubesch Silber. Aktuell ist Petersen mit zehn Saisontoren gemeinsam mit Mark Uth (1899 Hoffenheim), Kevin Volland (Bayer Leverkusen) und Timo Werner (RB Leipzig) treffsicherster deutscher Stürmer in der Bundesliga.
Der frühere Bremer, der am Samstag wieder auf seinen Ex-Club trifft, wünscht sich allerdings, Bundestrainer Joachim Löw als Freiburger Rekord-Torschütze zu überflügeln. „Ich würde Jogi Löw da schon gerne ablösen. Als Spieler sehnt man sich nicht nur nach Titeln mit der Mannschaft, sondern dass man persönlich etwas erreicht“, betonte er. Der Freiburger Torjäger hat 59 Pflichtspiel-Treffer für den Sport-Club auf dem Konto, Löw netzte 82-mal ein.
Petersen kritisiert Streik-Profis scharf
Petersen zeigt sich außerdem besorgt über das Verhalten einiger Berufskollegen. Streik-Profis gehen ihm gehörig gegen den Strich, in Freiburg für ihn undenkbar. „Wenn einer so einen Stunk machen würde, nur um aus seinem Vertrag rauszukommen, wäre es nicht einfach für ihn, weil die Auswirkungen auf die Mannschaft verheerend wären. Da würden wir als Mannschaft sofort gegen vorgehen“, äußerte Petersen.
Aber man habe in Freiburg nicht einen Star wie Pierre-Emerick Aubameyang, „der einen so großen Unterschied ausmachen kann und von dem alles abhängt - vielleicht auch zum Glück. Es ist nicht einfach, mit Starspielern umzugehen. Die haben in ihrem Umfeld Leute, die mitverdienen wollen“, sagte Petersen.
(sid/dpa/han)
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