Nach Wechsel zur TSG
Belfodil wehrt sich gegen Problemspieler-Image
Bremen - Ishak Belfodil hat den SV Werder nach nur einer Saison wieder verlassen – ohne Groll, wie er gegenüber dem „Kicker“ erklärt. Es habe Missverständnisse gegeben, ein schwieriger Typ sei er aber nicht.
Es war ein kurzes Intermezzo in Bremen: Belfodil, in der vergangenen Saison von Standard Lüttich an Werder verliehen, steht jetzt beim Bundesligakonkurrenten 1899 Hoffenheim unter Vertrag. Rückblickend sei seine Zeit in Bremen nicht verkehrt gewesen, der Abschied aber nicht optimal gelaufen: „Nachdem man mitbekommen hat, dass mein Weg wahrscheinlich nicht in Bremen weitergeht, sind viele negative Sachen medial herausgekehrt worden“, so der 26-jährige Angreifer. „Davor hieß es, alles sei super. Erst als ich gesagt habe, dass ich nicht bleibe, kam die große Kritik.“
Belfodil-Berater attackierte Werder-Sportchef Baumann
Belfodil soll sich vor seinem Wechsel unzufrieden mit seiner Reservisten-Rolle gezeigt haben. So schmollte er etwa nach dem 1:1 gegen Borussia Dortmund am 32. Spieltag der letzten Saison, als er nach dem Abpfiff als einziger Bremer Spieler schnurstracks in die Kabine ging statt gemeinsam mit der Mannschaft vor der Ostkurve zu feiern.
Dazu kamen Querelen zwischen Werder, Belfodil und dessen Berater Mohamed Al Faiech. Der hatte Sportchef Baumann via „Bild“-Zeitung attackiert. Es ging um die Frage, wer die Kaufoption (soll bei rund sieben Millionen Euro gelegen haben) für den von Standard Lüttich ausgeliehenen Belfodil gekündigt hat. Baumann sprach von einer gemeinsamen Entscheidung, Al Faiech hingegen behauptete, es sei allein die Entscheidung des Spielers gewesen.
Ishak Belfodil: Seine Karriere in Bildern




Belfodil selbst ist indes mit sich im Reinen: „Ich habe kein schlechtes Gewissen, weil ich immer versucht habe, meine Arbeit zu machen.“ Zudem habe er sich mit der Mannschaft und Trainer Florian Kohfeldt „super verstanden“. „Eigentlich auch mit Frank Baumann. Ich glaube, es gab Missverständnisse zwischen ihm und meinem Berater. Ich hatte mit dieser Situation nichts zu tun“, betont Belfodil.
Der Algerier ein Problemspieler? Davon will Belfodil nichts wissen: „Lüttich wollte mich behalten, Bremen auch. Ich glaube nicht, dass Vereine einen schwierigen Typen behalten wollen.“ Und überhaupt habe er „null Komma null Probleme mit Bremen“. Belfodil abschließend: „Ich respektiere den Verein und bin den Leuten dankbar.“
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