Neuzugang nimmt das Training auf
Belfodil: „Ich hoffe, dass ich hier lange spiele“
Bremen - Die erste Trainingseinheit mit den neuen Kollegen lag erst wenige Minuten hinter ihm, die ersten Autogramme hatte er kurz danach auch schon geduldig geschrieben, da stellte sich Ishak Belfodil am Freitagmittag im Weserstadion erstmals den Fragen der Bremer Journalisten.
Werders neuer Stürmer wirkte dabei sehr aufgeräumt und bestens gelaunt, verriet aber auch direkt, was er überhaupt nicht leiden kann. „Werder ist ein großartiger Verein, der in einer großartigen Liga spielt“, betonte Belfodil. „Als ich erfahren habe, dass Bremen Interesse hat, habe ich nicht lange überlegen müssen.“ Er habe durchaus auch andere, finanziell bessere Angebote gehabt, „aber ich habe mich für das sportliche Projekt entschieden.“
Dass Werder für ihn der achte Verein in den vergangenen acht Jahren ist, erklärte der 25-Jährige so: „Immer wenn ich die Gelegenheit hatte, mich zu verbessern, habe ich sie genutzt. Ich habe keine Angst vor Wechseln.“ Bedeutet das, dass Belfodil nach der einjährigen Leihe von Standard Lüttich Bremen schon wieder den Rücken kehren könnte? „Nein, ich hoffe, dass ich hier lange Zeit spielen kann“, sagte der Angreifer. Das müssten die Vereine im kommenden Sommer regeln. Werder besitzt eine Kaufoption für den Algerier.
In der Mannschaft von Trainer Alexander Nouri soll Belfodil im Angriff eine Alternative zu Max Kruse und Fin Bartels darstellen. Sportchef Frank Baumann hatte bei der Stürmersuche mehrfach erklärt, einen klassischen Mittelstürmer verpflichten zu wollen. Bemerkenswert: Belfodil selbst scheint sich gar nicht als solch einen Spielertypen zu sehen.
Mittelstürmer? „Meine Hauptposition ist die Zehn“
„Meine Hauptposition ist die Zehn“, erklärte er - schob dann aber schnell hinterher: „Ich kann in der Offensive alles spielen.“ Vor allem Dribblings haben es dem neuen Mann nach eigener Aussage angetan („Ich mag es, den Ball zu haben“). Eine andere Sache kann er hingegen nicht ausstehen: Niederlagen. „Ich hasse es zu verlieren“, sagte Belfodil, „da kann ich dann auch nachtragend sein.“
Im Testspiel am Abend gegen Korona Kielce wird der Stürmer laut Trainer Alexander Nouri noch nicht zum Einsatz kommen. Er wird sich die Partie in Delmenhorst aber vor Ort ansehen. Volle Konzentration auf Werder - so lautet Belfodils Plan in der nächsten Zeit. Seine Frau und sein Sohn sind deshalb auch noch nicht mit nach Bremen gezogen, sondern kommen später nach.
Ishak Belfodil: Seine Karriere in Bildern



