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Bremen – Eines vorweg: Johannes Eggestein hat noch keinen neuen Vertrag bei Werder Bremen unterschrieben. Und seiner Einschätzung nach wird sich daran in naher Zukunft auch nichts ändern. „Ich weiß selber nicht, wann es so weit sein wird. Es werden sicher noch Gespräche folgen“, sagt der 20-Jährige über die Verhandlungen.
Aber immerhin scheint die Richtung völlig klar: Eggestein, dessen aktueller Kontrakt nur noch bis zum Saisonende gültig ist, formuliert kein „Ob“ und stellt damit eine Einigung für die Zukunft grundsätzlich infrage – nein, er nutzt nur das „Wann“ – wann es zur Einigung kommt.
Verwunderung über Meldung seiner angeblichen Vertragsverlängerung
Dass die – wie zuletzt schon in einem Medienbericht zu lesen war – längst erreicht wurde und auch sein Bruder Maximilian bei Werder verlängert hat, weist der jüngere Eggestein-Bruder deutlich zurück. Auf diese Meldung hätten er und Maximilian „überrascht reagiert“, sagt er. Mit der offenen Vertragslage könne er sehr gut umgehen, meint Johannes Eggestein: „Ich bin locker, und ich fühle mich bei meinem Papa und meinem Berater in besten Händen.“ Die beiden regeln das Geschäftliche, er konzentriert sich auf das Sportliche.
In diesen Tagen bedeutet das vor allem eins: wieder fit werden. Der U20- und U21-Nationalspieler hatte aus dem Trainingslager in Südafrika Probleme mit dem Sprunggelenk mit nach Bremen gebracht, deshalb auch den Rückrundenauftakt in Hannover (1:0) verpasst. Doch für das Heimspiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt ist mit ihm wieder zu rechnen. „Es geht schon wieder ganz gut“, erklärt Eggestein. Zwar hat er am Dienstag noch nicht das Mannschaftstraining bestritten, ab Mittwoch will er aber wieder richtig einsteigen.
Damit hat Trainer Florian Kohfeldt in der Offensive eine Option mehr – und in Eggestein einen Spieler zur Verfügung, von dem er selbst einmal gesagt hat, er habe beim Abschluss im Strafraum eine enorme Qualität. Hört sich nach willkommener Hilfe an für ein Team, das in Hannover mehr als ein Dutzend bester Chancen vergeben hat. Dumm nur, dass Eggestein gar nicht mehr als zentraler Stürmer, sondern als Außenspieler eingeplant ist.
„Das wird sich auch erstmal nicht ändern. Jedenfalls ist es nicht geplant“, gibt er mit Verweis auf den im Zentrum gesetzten Max Kruse zu. Der Kapitän ist von dort kaum zu verscheuchen, nur wenn er sich fallen lässt, können/sollen auch die Außen in die Mitte stoßen. In Hannover hatte Martin Harnik das einigermaßen glücklos versucht. Gegen Frankfurt könnte „Jojo“ Eggestein wieder seine Chance bekommen. Fit ist er, und zusätzliche Argumente im Vertragspoker können auch nicht schaden.