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Johannesburg - Er ist Werders neue große Hoffnung: Josh Sargent, der in seinen ersten drei Bundesligaspielen gleich zwei Treffer erzielt hat. Bislang schirmte der Bundesligist den erst 18-Jährigen vor den Journalisten ab, im Trainingslager in Südafrika gab es dann am Samstagmittag die erste große Medienrunde mit dem US-Amerikaner.
„Für mich ist ein Traum wahr geworden“, sagte Sargent zu seinem ersten Bundesliga-Tor gegen Fortuna Düsseldorf. Es war zugleich seine Premiere im deutschen Fußball-Oberhaus. Aber Sargent machte überhaupt nicht den Eindruck, als könne er mit diesem Traum nicht umgehen.
„Ich bin doch erst am Anfang meiner Karriere und sage nicht, dass ich der neue Superstar bin. Ich muss jetzt hart arbeiten“, sagte der Stürmer. Das gilt auch für die Verständigung im Team. Das Interview gab er ganz souverän auf Englisch. Aber was ist mit der deutschen Sprache? „Das ist okay“, sagte Sargent und lachte: „Na ja, ich arbeite daran, es ist eine schwierige Sprache. Ich verstehe aber immer mehr.“
Sargent über die roten Haare: „Wahrscheinlich etwas Irisches“
Der Junge hat durchaus Humor. So antwortete er auf die Frage, von wem er aus der Familie die roten Haare geerbt habe: „Ich kenne niemanden in meiner Familie, der rotes Haar hat. Ich denke auf der Seite meines Vaters hatte die Ur-Ur-Großmutter rote Haare, wahrscheinlich etwas Irisches.“ Und dann lachte Sargent. Ihm scheint der Wirbel um seine Person nicht viel auszumachen, zumindest gibt er sich so. Wenngleich der 18-Jährige betonte: „Es war ein großer Schritt für mich, nach Deutschland zu kommen, so professionell Fußball zu spielen und mit so besonderen Spielern wie Claudio Pizarro und Max Kruse zu trainieren.“
In Südafrika gehört er jetzt richtig zum Team, ist nicht mehr der Nachwuchsspieler, der noch nie in der Bundesliga gespielt hat. Er ist jetzt der zweifache Torschütze, der auf weitere Einsätze brennt. Dafür gibt er im Trainingslager ordentlich Gas. Am Montag darf er sich allerdings wie seine Teamkollegen etwas vom Fußball erholen. Und er weiß schon, was er machen wird: „Ich habe mich für die Mini-Safari entschieden.“