Der Allrounder strebt einen Stammplatz an
Friedl: „Ich kann auch Sechser spielen“
Grassau - Er ist der Allrounder bei Werder: Marco Friedl kann in der Viererkette praktisch jede Position spielen. Damit aber nicht genug.
Der 20-Jährige traut sich auch zu, im Notfall Philipp Bargfrede zu ersetzen: „Ich kann auch Sechser spielen.“ Das mag jetzt vielleicht etwas zu selbstbewusst klingen, aber das soll es gar nicht sein. Friedl will einfach nur spielen – und das möglichst von Anfang an.
„Das Ziel ist es natürlich, Stammspieler zu werden“, sagt er: „Aber ich weiß natürlich, dass die Konkurrenz sehr stark ist.“ Vor allem auf seiner Lieblingsposition als Linksverteidiger. Dorthin ist gerade erst Ludwig Augustinsson von der WM zurückgekehrt. Weil der Schwede eine starke Premieren-Saison gespielt hat, gab es von Werder eine Vertragsverlängerung inklusive Gehaltserhöhung.
Da muss sich Friedl hinten anstellen. Genauso wie in der Innenverteidigung, wo Niklas Moisander und Milos Veljkovic gesetzt sind. In der Vorbereitung hat Friedl trotzdem so viel gespielt wie kaum ein anderer Profi, weil die Konkurrenz nicht immer da war. „Ich bin zufrieden, wie ich mich präsentiert habe.“
Die Entscheidung nach der Saison, die Ausleihe des FC Bayern fortzusetzen, habe er nicht bereut. Er hätte nach einem halben Jahr durchaus nach München zurückkehren können. „Aber ich fühle mich wohl bei Werder“, sagt der Österreicher, der mindestens noch ein Jahr Bremer bleibt.
Friedl: „Ich muss körperlich zulegen“
Jetzt will er den nächsten Schritt machen. Und er weiß genau, in welchem Bereich es sich zu verbessern gilt. „Ich muss wie alle jungen Spieler körperlich zulegen, um auf Bundesliga-Niveau zu kommen.“ Dabei gehe es speziell um Stabilisation. „Dafür brauche ich keine Hanteln zu stemmen, das geht mit meinem eigenen Gewicht“, erklärt Friedl.
Wenn er dann am Freitag aus Grassau nach Bremen zurückkehrt, „wird erstmal gewaschen“. Und dann will er sich gleich aufs Testspiel am Samstag gegen den FC Villarreal fokussieren. Natürlich hofft er auf einen Einsatz. Er setzt dabei auch auf Trainer Florian Kohfeldt: „Ich weiß, dass mich Florian schätzt und mir vertraut. Das habe ich mir in der Rückrunde erarbeitet.“
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