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Bremen - Das Comeback ist geschafft, für acht Minuten durfte Max Kruse beim 0:0 in Köln schon wieder ran. Frage: Folgt nun im DFB-Pokalspiel gegen 1899 Hoffenheim am Mittwoch schon ein Einsatz in der Startelf?
Eher nicht, meint Werder-Sportchef Frank Baumann im Gespräch mit der DeichStube: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Max zunächst auf der Bank sitzt, ist größer.“ Offenbar trauen sie in Bremen der Belastungsfähigkeit des erst vor fünf Wochen gebrochenen Schlüsselbeins noch nicht vollends. Und es wird klar, dass am Sonntag in Köln mit Kruses Einwechslung ziemlich gezockt worden war.
Der lange vermisste Stürmer war so etwas wie die letzte Patrone, die Werder an diesem Tag noch im Magazin hatte. Die Hoffnung, dass Kruse noch die eine und alles entscheidende Aktion in petto gehabt hätte, war bei Trainer Alexander Nouri größer als die Angst, dass sich der Torjäger wieder verletzen könnte. Dabei spielte das Risiko natürlich noch mit, dass eine dumme Aktion, ein unglücklicher Sturz, Tritt oder Schlag das Schlüsselbein erneut hätte brechen lassen können. Werder ist es eingegangen.
„Er hat sich nicht auf Günter-Netzer-Art selbst eingewechselt“
„Es ist immer ein Abwägen zwischen Chance und Risiko“, sagte Baumann und widersprach der eigenen Darstellung von Sonntag, wonach der Einsatz vor allem Kruses Wunsch gewesen wäre: „Er hat sich nicht auf Günter-Netzer-Art selbst eingewechselt. Das hat schon das Trainerteam entschieden.“ Und hätte es auch zu verantworten gehabt, wenn es schiefgegangen wäre. Ist es aber nicht. Zum Glück.
„Max hat auf dem Platz auch nicht den Eindruck gemacht, als würde er sich zurückhalten“, meinte Baumann. Allerdings heißt das eben nicht, dass der 29-Jährige schon wieder voll auf der Höhe ist. Baumann: „Das Risiko eines Rückfalls ist auch Mittwoch noch da. Es wird aber immer kleiner, je mehr der Knochen heilt. Wir müssen also weiter abwägen – das betrifft das Pokalspiel und wird auch die Partie am Sonntag gegen den FC Augsburg betreffen.“