Werder-Talent bedauert geplatzten Wechsel

Manneh: „Ich will mich für die Profis beweisen“

Ousman Manneh
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Ousman Manneh will sich bei der U23 wieder für die Profis empfehlen.

Bremen - Die Personalie Ousman Manneh ist eine ganz besondere bei Werder. Der Flüchtling aus Gambia hat es in Bremen bis zum Bundesliga-Profi inklusive Torerfolg gebracht.

Im Team von Alexander Nouri durfte er dauerhaft nicht bleiben, aber komplett abgeben wollte Werder den 20-Jährigen auch nicht. Im Sommer wurde deshalb sein eigentlich 2018 auslaufender Vertrag um zwei Jahre verlängert, um den Angreifer anschließend an einen Zweitligisten auszuleihen. Der Plan ging nicht auf. Manneh ist noch da, gibt sich aber kämpferisch.

Manneh muss sich mit der dritten Liga begnügen

„Es ist schade, dass es mit einem Transfer nicht geklappt hat“, gesteht Manneh allerdings erst einmal und meint damit einen Wechsel zu einem Club über dem Spielniveau der U23 in der dritten Liga. Im Gespräch war ein Transfer in die zweite Liga (Aue, Regensburg) oder in die erste niederländische Liga. Sportchef Frank Baumann hatte dabei immer von einem „Zwischenschritt“ gesprochen. Für die dritte Liga sei Manneh schon zu weit und für die erste Liga eben noch nicht so weit.

Etwas unglücklich ist es da schon, dass Baumann erst den Vertrag zu verbesserten Konditionen verlängert und dann keinen passenden Abnehmer gefunden hat. Vorerst muss sich Manneh nun wieder mit der dritten Liga begnügen. Er wird bei Florian Kohfeldt trainieren, das hat Baumann bereits angekündigt. „Ich gebe Vollgas, um mich für die Profis zu beweisen und dort wieder berücksichtigt zu werden“, gibt sich Manneh kämpferisch. Es bleibt ihm auch gar nichts anderes übrig.

Training ist mit Stürmern voll besetzt - für Manneh ist kein Platz

Bei den Profis ist kein Platz für den jungen Angreifer. Dort muss nach der Verpflichtung von Ishak Belfodil sogar Aron Johannsson um seine Teilnahme am Training bangen. Denn Nouri ist da ziemlich rigoros, möchte maximal mit zwei kompletten Mannschaften arbeiten. Max Kruse, Fin Bartels und Neuzugang Belfodil sind allein aus sportlichen Gründen im Bereich Sturm gesetzt. Johannes Eggestein nimmt den Platz des großen Talents ein. Und Yuning Zhang ist unantastbar, weil er Werder die Tür nach China geöffnet hat – inklusive einiger Sponsorenverträge und interessanter Partnerschaften.

Manneh bleibt die Chance, sich nach oben zu schießen. Trifft er für die U23, wird er zwangsläufig für die Profis wieder ein Thema. Den Anfang hat er bereits vergangene Woche gemacht. Beim 6:2-Testspielsieg gegen den Bezirksligisten TV Oyten langte er dreimal zu. Und Tore sind die besten Argumente für einen Stürmer.

Ousman Manneh: Seine Karriere in Bildern

Ousman Manneh
Nachdem Manneh als Flüchtling nach Deutschland kam, kickte der Stürmer zunächst für die U19 vom Blumenthaler SV... © nordphoto
Ousman Manneh
...und wechselte nach rund acht Monaten zum SV Werder. Dort spielte er sich in der U23 fest und machte weiter auf sich aufmerksam. © nordphoto
Ousman Manneh
Ein sehr bodenständiger Typ: Manneh kommt mit dem Fahrrad zum Training. © nordphoto
Ousman Manneh
Zu seinem ersten Einsatz für die Profis kam er im Testspiel gegen SV Wilhelmshaven. © nordphoto
Ousman Manneh
Dort erzielte er vier Treffer in nur 15 Minuten. © nordphoto
Ousman Manneh
Als Alexander Nouri die Profimannschaft übernahm, stand Manneh im Spiel gegen Mainz 05 plötzlich in der Startelf. Sein erster Bundesliga-Einsatz überhaupt. © nordphoto
Ousman Manneh
Auch einen Spieltag später kickte der Angreifer in Werders Profimannschaft und feierte den ersten Saisonsieg. © nordphoto
Ousman Manneh
Mannehs nächstes Highlight: Sein 2:1-Siegtreffer gegen Bayer Leverkusen. Es war sein erstes Tor in der Bundesliga. © nordphoto
Ousman Manneh
Seinen letzten Auftritt bei den Profis hatte Manneh am neunten Spieltag der vergangenen Saison. Werder verlor 1:3 gegen den SC Freiburg. © nordphoto
Ousman Manneh
Seitdem spielt der Gambier bei den Profis keine Rolle mehr. Die Bremer haben zwar mit ihm den Vertrag verlängert, wollen ihn aber gerne verleihen, damit er den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen kann. © nordphoto

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