Werder-Profi verspricht: „Jeder weiß, was Sache ist“

Bargfrede und die Wochen der Wahrheit

Voll fokussiert: Werder-Profi Philipp Bargfrede.
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Voll fokussiert: Werder-Profi Philipp Bargfrede.

Bremen - Für Philipp Bargfrede ist die Sache einen Tag nach dem guten Auftritt bei den Bayern ziemlich klar. „So, wie wir spielen, sind die Chancen einfach größer, dass wir erfolgreich sind und Spiele gewinnen“, sagt der Werder-Profi, betont aber auch: „Die Ergebnisse stimmen noch nicht.“

Zwei Spiele, nur ein Punkt – der Rückrundenstart ist keine Bremer Erfolgsgeschichte. Die Gegner hießen allerdings auch Hoffenheim (1:1) und Bayern (2:4). Jetzt geht der Abstiegskampf richtig los: mit dem Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC. Es sind die Wochen der Wahrheit mit vielen Duellen gegen direkte Konkurrenten.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Sinne geschärft sind. Jeder weiß, was Sache ist. Jeder kann die Tabelle lesen“, betont Bargfrede. Es soll bloß keiner auf die Idee kommen, Werder würde sich mit gutem Fußball begnügen, sich sogar darauf ausruhen und hoffen, die Ergebnisse würden schon von alleine kommen. „Wir sind alle nicht zufrieden“, stellt Bargfrede unmissverständlich klar: „Das war ein Tag, an dem die Bayern zu packen waren. Wir hätten mehr rausholen können.“

Jetzt zählt es!

So sehr sich der 28-Jährige über die gute spielerische Entwicklung des Teams unter dem neuen Coach Florian Kohfeldt freut („Wir sind auf einem guten Weg“), so sehr ärgert er sich über die vier Gegentore gegen die Bayern. „Die waren einfach zu verteidigen, das müssen wir besser machen“, fordert der erfahrene Mittelfeldspieler. Genauso wünscht er sich mehr Effizienz vor dem gegnerischen Tor: „Da müssen wir noch konsequenter sein.“

Werder hat wahrlich nichts mehr zu verschenken. Jetzt zählt es! Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Der Hamburger SV liegt nur einen Punkt zurück und wird nach dem Trainerwechsel sicher mit neuem Elan antreten. So wie der 1. FC Köln, der plötzlich nur noch vier Zähler hinter den Bremern liegt. „Natürlich bekommen wir mit, was da los ist“, sagt Bargfrede und zuckt dann mit den Schultern: „Aber was sollen wir machen? Wir können nur zusehen, dass wir selbst punkten. Alles andere können wir nicht beeinflussen.“

Philipp Bargfrede im Spiel gegen Bayern München. Hier im Duell mit Thomas Müller.

Der Spielplan meint es nun grundsätzlich ganz gut mit den Bremern. Dem Heimspiel gegen Berlin folgt zwar noch die hohe Auswärtshürde auf Schalke, aber dann heißen die Gegner Wolfsburg (Heimspiel), Freiburg (auswärts) und Hamburg (Heimspiel). Mannschaften, die einfach geschlagen werden müssen, um erstklassig zu bleiben. Da wird sich zeigen, ob Kohfeldts Plan, spielerisch aus dem Keller zu kommen, wirklich aufgeht.

Der Druck steigt 

Der Druck steigt. In München wurde von den Bremern nichts erwartet. Das sieht jetzt anders aus. Doch Bargfrede stört das nicht. „Das kennen wir doch“, meint der Sechser nach vielen Jahren im Abstiegskampf. Bislang ist es immer gut ausgegangen, Werder hat sich immer gerettet. Meistens durch ganz besonderen Teamgeist und mit der großen Unterstützung der Fans. So soll es auch diesmal klappen. Dabei versichert Bargfrede, dass die Mannschaft jetzt auf keinen Fall nachlassen wird, sondern konsequent ihren Weg weitergehen wird. Helfen soll dabei auch das Bayern-Spiel. Es soll Mut machen, aber auch den Blick aufs Wesentliche verdeutlichen, fordert Bargfrede: „Das Ergebnis war unbefriedigend. Diese Unzufriedenheit müssen wir in uns behalten und dann gegen Berlin in Aggressivität ummünzen.“ Es könnte ein ganz besonderer Abend am Samstag im Weserstadion werden – die Wende zum Guten im Abstiegskampf. 

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