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Bremen - Eigentlich war er als Matchwinner überhaupt nicht eingeplant gewesen. Serge Gnabry hätte – wenn alles normal gelaufen wäre – gegen seinen Ex-Club Werder Bremen gar nicht gespielt.
Aber weder beim 1:0 noch beim 2:1 zeigte Gnabry seinen Rührlöffel-Jubel, der 23-Jährige verzichtete auf große Gesten. „Aus Respekt vor Werder“, wie er später bei „Sky“ erklärte: „Ich hatte eine Superzeit hier in Bremen.“
27 Spiele waren es in der Saison 2016/17, elf Tore erzielte Gnabry in dieser Zeit, kurioserweise nur eines im Weserstadion. Es war sein Start als Bundesliga-Spieler, sein Start in Deutschland, nachdem er viele Jahre in England zugebracht hatte. Werder war das Sprungbrett, Bayern ist die Gegenwart. Und Gnabry gilt dort nach seinem Doppelschlag als Mann der Stunde. „Er ist derjenige, der über die Flügel für Gefahr sorgt“, meinte „Sky“-Experte Christoph Metzelder.
Komischer Zufall für Gnabry: Nach dem Spiel musste er in Bremen bleiben, durfte nicht mit der Mannschaft zurück nach München. Denn der FCB hatte ihn auserkoren, am Abend den Bayern-Fanclub „Bakumer Germanen“ zu besuchen. „Ich freue mich“, meinte er – aber diese Freude versteckte er ähnlich gut wie die über seine zwei Tore.