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Wolfsburg - Nach dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg herrscht bei Werder Bremen ein Gedanke vor: Da war mehr drin! Die Stimmen zum Spiel.
Alexander Nouri (Werder-Trainer): „Wir wollten in der ersten Halbzeit kompakt verteidigen und schnell umschalten. Leider haben wir am Ball zu viele Fehler gemacht, dadurch hat die Entlastung gefehlt. Schade, dass wir uns dann für eine gute zweite Hälfte nicht mit drei Punkten belohnt haben. Aber das wird kommen.“
Frank Baumann (Werder-Sportchef): „In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv und hatten mit Ball keine Lösung. Wir haben nicht gut gespielt. Trotzdem hätten wir wegen der zweiten Halbzeit den Sieg verdient gehabt. Wir wissen, dass nur Siege helfen, um einen großen Sprung zu machen. Aber wenn vier Führungsspieler fehlen, muss Werder Bremen das erstmal verdauen.“
Luca Caldirola (Werder-Spieler): „Wir hätten von Anfang an so aggressiv spielen müssen wie nach der Pause. Wir haben in der ersten Halbzeit zu tief gestanden, ohne Gegenpressing. Wir haben 45 Minuten verschenkt. In der zweiten Halbzeit war es viel, viel besser. Ich habe mich gefreut, wieder zu spielen, aber es war nicht einfach für mich nach so langer Zeit.“
Theodor Gebre Selassie (Werder-Spieler): „Wir wollten den Gegner locken und auf Konter spielen. Diese Taktik hat nicht funktioniert. Wir haben das dann korrigiert und sind mehr Risiko gegangen. Das hat gut geklappt. Ich hatte bei meiner Großchance nicht das nötige Glück.“
Milos Veljkovic (Werder-Spieler): „Wir haben bislang jedes Spiel gut gespielt. Die Konsequenz, das Siegtor zu machen, hat aber gefehlt.“
Fin Bartels (Werder-Spieler): „Ich glaube, wir hatten noch genug Chancen, das Spiel zu drehen und hätten es auch verdient gehabt. Wir haben uns wieder nicht mit einem Dreier belohnt. Wir haben uns in der ersten Halbzeit vorgenommen, nicht so tief zu stehen, in der zweiten haben wir es dann besser gemacht. Wir wollten Wolfsburg das Spiel überlassen und unsere Chance im Konter nutzen. Das ist uns aber nicht gelungen, wie wir es vor hatten. Wir wussten in der Halbzeit, dass wir noch nicht geschlagen sind. Dafür sind die Wolfsburger momentan auch selbst verunsichert. Wir haben gezeigt, dass Leben in der Mannschaft steckt.“
Philipp Bargfrede (Werder-Spieler): „Wir haben die zweite Halbzeit deutlich besser gespielt und uns vorher auf dem Platz versammelt und angesprochen, dass wir deutlich mutiger auftreten und angreifen müssen. Wir haben jetzt zwei Punkte gesammelt, das ist deutlich zu wenig. Und nach den Chancen hätten wir hier heute als Sieger vom Platz gehen müssen. Die Punkte würden uns extrem gut tun. Von den guten Spielen können wir uns wenig kaufen, wenn wir nicht punkten.“
Martin Schmidt (Wolfsburg-Trainer): „Bis zur Pause hat man gesehen, was wir machen wollten – da war Leidenschaft drin, die Männer sind gerannt. In der zweiten Hälfte haben wir dann in den ersten Minuten den Zugriff verloren. Insgesamt ist es ein guter Punkt für die Moral.“
Yunus Malli (Wolfsburg-Spieler): „Ich denke, dass wir die erste Halbzeit gut gespielt haben, wie wir es uns vorgenommen haben. Wir wollten nach der Führung nachlegen, aber das hat nicht geklappt und die Bremer haben den Ausgleichstreffer gemacht. Ich denke, dass wir in der ersten Halbzeit Powerfußball gespielt haben und in der zweiten Hälfte ging vielleicht die nötige Power verloren in manchen Situationen.“
Paul Verhaegh (Wolfsburg-Spieler): „Im Großen und Ganzen konnten dann beide Mannschaften gewinnen. Bis zur letzten Sekunde haben wir alles versucht, um das Spiel zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit hat sich das Spiel deutlich verändert. Wir haben Werder viel zu viele Räume gelassen, und es war ein hin und her - ein sehr intensives Spiel. Am Ende muss man mit dem einen Punkt leben.“