Keeper Plogmann patzt schon wieder

0:1 – Werder blamiert sich in Essen

Das war nicht viel: Werder musste sich in Essen mit 0:1 geschlagen geben.
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Das war nicht viel: Werder musste sich in Essen mit 0:1 geschlagen geben.

Essen. Zum Auftakt des Blitzturniers in Essen hat der SV Werder total enttäuscht – und das gegen einen Viertligisten. Im Halbfinale setzte es eine durchaus verdiente 0:1-Niederlage gegen Gastgeber RW Essen.

Über weite Strecken der 45-minütigen Spielzeit bot das Team von Florian Kohfeldt, das erst am Mittag aus dem Zillertal angereist war, eine blamable Vorstellung, lief fast nur hinterher. Erst spät wachten die Bremer auf, das reichte aber nicht mehr zum Ausgleich. Somit verpasste Werder im nur mäßig gefüllten Georg-Melches-Stadion das fest eingeplante Endspiel. Der Gegner im kleinen Finale (18 Uhr/Sky live) entscheidet sich in der Partie Huddersfield Town gegen Betis Sevilla.

Fotostrecke: Werder beim Blitzturnier in Essen

Impressionen vom Blitzturnier in Essen.
Impressionen vom Blitzturnier in Essen. © gumzmedia
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Für die ersten 45 Minuten beim Blitzturnier hatte Kohfeldt eine ziemlich namhafte Truppe ins Rennen geschickt, dabei ging es gegen die wahrscheinlich schwächste Mannschaft – den Gastgeber. Offenbar wollte der Trainer unbedingt eine Blamage verhindern – und so ließ er vorne zum Beispiel seinen Topsturm Max Kruse und Martin Harnik ran. Hinten sollten die erfahrenen Niklas Moisander und Sebastian Langkamp für Stabilität sorgen. Das alles eingegossen in ein 4-1-4-1-System mit Johannes Eggestein in der Spitze.

Plogmann patzt

Doch es passte fast nichts zusammen bei Werder. Von Beginn an übernahm RWE das Kommando, drängte den haushohen Favoriten in die Defensive und erarbeitete sich erste gute Torgelegenheiten. Doch im Abschluss waren die Essener zu harmlos. Wie auch in der neunten Minute, doch das Schüsschen von Benjamin Baier ließ Werder-Keeper Luca Plogmann trotzdem zum 0:1 ins lange Eck passieren. Schon am Abend zuvor bei der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Köln im Zillertal hatte der junge Keeper gepatzt.

Werder reagierte nur kurz wütend und offensiv auf den Rückstand. Dabei verpasste Manuel Mbom nach gutem Zuspiel von Kruse den Ausgleich (11.). Anschließend verfielen die Bremer wieder ins alte Muster, liefen den Gastgebern nur müde hinterher. Einigen steckte offenbar die Anreise aus dem Zillertal am Morgen per Bus und Flieger noch in den Knochen. Vor allem die jungen Spieler wie Ole Käuper, Marco Friedl, Felix Beijmo, Milot Rashica, Mbom und Plogmann wirkten ziemlich unkonzentriert. 

Werder kommt nach Doppelwechsel besser in Tritt

Am Spielfeldrand versuchte Kohfeldt, für Ordnung und Engagement auf dem Platz zu sorgen. Seine Jungs spielten aber nicht besser, sondern nur härter. Nach Friedl sahen auch noch Käuper und Mbom Gelb – in einem Testspiel wohlgemerkt. Der Coach zog personelle Konsequenzen, brachte nach 26 Minuten Fridolin Wagner und Josh Sargent für Käuper und Johannes Eggestein. Und siehe da, Werder wurde endlich gefährlich: Rashica jagt die Kugel aufs Tor, scheiterte aber an Keeper Lukas Raeder (28.). Die Szene wiederholte sich nur eine Minute später - mit ähnlichem Ausgang. Und wenige Sekunden später zielte Sargent nur knapp am Tor vorbei (30.).

Es folgte ein ziemlich bitterer Moment für Kruse: Kai Pröger lief dem Werder-Star auf und davon, das Publikum jubelte. Es war nicht zu übersehen, dass Kruse längst noch nicht fit ist. Aber das gilt nicht nur für ihn. Kohfeldt und Co. Haben noch viel Arbeit vor sich, zum Glück aber auch noch einen Monat Zeit bis zum ersten Pflichtspiel, dem DFB-Pokal bei Wormatia Worms.

Werder: Plogmann – Beijmo, Langkamp, Moisander, Friedl – Käuper (26. Wagner) – Harnik, Mbom, Kruse, Rashica - J. Eggestein (26. Sargent).

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