Schweden gegen Deutschland
Augustinsson nimmt es mit den „Maschinen“ auf
Bremen/Sotschi - Es ist inzwischen ein paar Wochen her, da hat Ludwig Augustinsson einen viel beachteten Satz gesagt. Im voll besetzten Medienraum des Bremer Weserstadions gab der Schwede als einer von Werders WM-Fahrern Auskunft über Ziele, Träume und Chancen vor der Weltmeisterschaft in Russland - und die Fragen nach Deutschland, sie kamen dabei schnell.
Neben Südkorea und Mexiko zählt auch der amtierende Weltmeister zu den schwedischen Gruppengegnern, heute Abend (20.00 Uhr/ARD) kommt es zum direkten Duell, das für Augustinsson den Höhepunkt der Vorrunde markiert. „Germany? They are machines", lautete also der Satz des Bremer Linksverteidigers, gesprochen in perfektem Englisch, kurz und knapp zwar, aber gerade auch deswegen eine maximale Respektsbekundung. Als er diesen Satz gesagt hat, konnte Augustinsson allerdings nicht ahnen, wie sehr sich die Voraussetzungen vor dem Spiel verschieben sollten.
Während Deutschland sein erstes Gruppenspiel gegen Mexiko überraschend, weil vollkommen verdient mit 0:1 verloren hat, setzten sich die Schweden mit 1:0 gegen Südkorea durch. Die Maschinen, sie haben mächtig gestottert. Heute Abend könnten sie von Augustinssons Team nun ausgeschaltet werden. „Damit haben wir wirklich nicht gerechnet", sagte der 24-Jährige in Russland in ein ARD-Mikrofon. Nun will er den großen Traum wahr machen: „Wir wollen die Gruppenphase überstehen."
Stammkraft Augustinsson
Ein Sieg gegen Deutschland, und Schweden kann für das Achtelfinale planen. „Die Deutschen werden gierig auf den Sieg sein. Darauf müssen wir gefasst sein. Jeder einzelne von uns muss 100 Prozent geben und auf seinem besten Level spielen", weiß Augustinsson, der gegen Südkorea durchgespielt hat und auch heute Abend wieder zur Startelf zählen dürfte.
Seinen Maschinen-Satz hat Augustinsson natürlich nicht vergessen, auch in Russland hat er ihn noch einmal rausgeholt, sich, wenn man so möchte, selbst zitiert - allerdings mit einer entscheidenden Änderung. „Normalerweise sind sie einfach Maschinen", sagte der Schwede. Normalerweise. Keine Frage: Die deutsche Auftaktpleite gegen Mexiko, sie hat Augustinsson und Co. mächtig Mut gemacht.