Frankfurter Sturm-Trio stellt Werder vor Herausforderung
Das 110-Millionen-Euro-Problem
Bremen – Florian Kohfeldt hat sie als die „drei Verrückten“ bezeichnet. Es war nicht abwertend gemeint, denn wie könnte überhaupt jemand, der von Fußball viel versteht, etwas Abwertendes über Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastien Haller sagen?
Das Stürmer-Trio hat für Eintracht Frankfurt in der laufenden Saison 29 von bislang 37 Toren erzielt. Das ist fraglos eine verrückte Quote – eine furchteinflößende noch dazu. Am Samstag empfängt der SV Werder die Frankfurter Eintracht und deren Tor-Trio im Weserstadion. Kohfeldt weiß, dass der Weg zu einem Punktgewinn oder gar einen Sieg gegen den Tabellenfünften nur über Jovic (13 Tore), Rebic (6) und Haller (10) führt – sie auszuschalten wird der oberste Auftrag für alle sein. Speziell für die Abwehrkette.
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Werder-Abwehr vor immenser Herausforderung
Sebastian Langkamp schaut schon mit einigem Unbehagen auf diese nicht gerade kleine Herausforderung. „Die Anzahl der Tore spricht für sich. Die Drei haben eine ungemeine Qualität im Abschluss. Und sie passen sehr gut zusammen“, schwärmt der Innenverteidiger: „Ich glaube, da müssen wir eine große mannschaftliche Geschlossenheit an den Tag legen, um sie aufhalten zu können.“
Aber geht das überhaupt? In der laufenden Saison trifft der Serbe Luka Jovic (21) alle 83 Minuten. Der Kroate Ante Rebic (25) braucht 146 Minuten pro Treffer, der Schnitt des Franzosen Sebastien Haller (24) liegt bei 145 Minuten. Zum Vergleich: Bei Werder Bremen sind immer noch Kapitän Max Kruse und Mittelfeldmann Maximilian Eggestein mit je vier Treffern die besten Torschützen. Ihre Spielzeit pro Tor: Kruse 395 Minuten, Eggestein 403. Eklatante Unterschiede.
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Langkamp adelt Jovic: „Der kompletteste Stürmer der Liga“
Interessant ist es auch, die Marktwerte gegeneinander zu stellen. Auf „transfermarkt.de“ ist das Team des SV Werder 131,25 Millionen Euro wert. Die drei „verrückten“ Frankfurter bringen es allein schon auf 110 Millionen – Jovic wird auf 40 Millionen Euro taxiert, die anderen beiden jeweils auf 35 Millionen.
Laut Langkamp könnte der Preis für Jovic sogar noch höher angesetzt werden. „Er ist der kompletteste Stürmer in der ganzen Liga“, urteilt der Werder-Profi: „Er ist beidfüßig, schnell, trickreich, hat einen guten Torabschluss – also alles, was man als Innenverteidiger nicht so mag.“
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