Werder-Abwehrspieler arbeitet am Comeback
„Für einen kurzen Zeitraum ging es mir sehr schlecht“: Wie Werder-Profi Pieper mit seiner schweren Verletzung umgeht
Amos Pieper hat sich Ende November im Training einen Knöchelbruch zugezogen und fällt noch monatelang aus. Jetzt hat der Verteidiger des SV Werder Bremen erstmals über seinen Umgang mit der schweren Verletzung gesprochen.
Bremen – Anderthalb Monate sind inzwischen vergangen seit Amos Piepers schwerer Verletzung. Im Training hatte sich der Innenverteidiger des SV Werder Bremen ohne Fremdeinwirkung einen Knöchelbruch zugezogen, als er bei einem verhängnisvollen Richtungswechsel im Rasen hängenblieb. Ein monatelanger Ausfall für Pieper, dem womöglich sogar das Saisonaus droht, ist die Folge. Jetzt hat der 25-Jährige erstmals über seine Gefühlswelt und den Umgang mit der Fraktur gesprochen. „Für mich war es schwierig, die Diagnose hinzunehmen“, verriet der Ex-Bielefelder, der aktuell auf Krücken unterwegs ist, gegenüber den Vereinsmedien: „Gerade, weil ich mir im Sommer so viel für die Saison vorgenommen hatte.“ Doch statt sportlich richtig durchzustarten, wurde es für Pieper ein Jahr zum Vergessen - mit dem neuerlichen Ausfall als negativem Schlusspunkt.
Werder Bremens Amos Pieper: „Wir sind alle sehr zufrieden damit, wie der Bruch äußerlich verheilt ist“
Rückblick: Bereits im vergangenen Januar tauchten beim Bremer Abwehrspieler erstmals Fußprobleme auf, immer wieder schoss ihm laut eigener Aussage ein akuter Schmerz in die Knochen. Amos Pieper quälte sich durch die Rückrunde, ehe im Mai eine Sprunggelenksoperation unausweichlich wurde. Pünktlich zur Vorbereitung auf die neue Saison stand der U21-Europameister von 2021 wieder auf dem Platz, zählte beim Ligastart zur Startelf des SV Werder Bremen. Doch nach sechs Partien setzten ihn muskuläre Probleme erneut wochenlang außer Gefecht. Als sich Pieper gerade wieder in den Kader zurückgekämpft hatte, kam die Knöchelfraktur – die bis dato schlimmste Blessur seiner Laufbahn. „Für einen kurzen Zeitraum ging es mir wirklich sehr, sehr schlecht, weil ich die Dauer der Verletzung einfach nicht glauben konnte“, gestand Pieper, der sich jedoch rasch wieder berappelte, „weil die OP dann gut verlaufen ist“.
Da Pieper derzeit noch auf seine Gehhilfen angewiesen ist, nimmt ihn Teamkollege Jens Stage täglich mit zum Training. Die Unterstützung seiner Teamkollegen tue ihm zwar „sehr gut“, wie er betont. Dennoch schwingt beim Abwehrspieler des SV Werder Bremen auch eine gehörige Portion Wehmut mit. „Wenn ich sehe, wie die Jungs ihre Schuhe anziehen und auf dem Platz sind, während ich noch nicht richtig gehen kann, merke ich, wie sehr ich den Fußball vermisse“, erklärte Amos Pieper. „Ich bin kein geduldiger Mensch und musste das wirklich lernen, weil es diese Geduld einfach braucht.“ Immerhin stimmt den gebürtigen Lüdinghauser der Heilungsverlauf seiner Verletzung vorsichtig optimistisch. „Wir sind alle sehr zufrieden damit, wie der Bruch äußerlich verheilt ist. Jetzt steht zeitnah der Röntgentermin an, der dann entscheidet, wie es weitergeht.“ Wenn alles glattläuft, dürfte Pieper sehr bald wieder ohne Krücken am Osterdeich auftauchen und die nächsten kleinen Schritte in Richtung Comeback unternehmen. (mwi)