„Der neue Cheftrainer ist...“
Johannson hat Spaß und neuen Mut
Bremen - Eine gute Vorbereitung ist alles. Bevor es vor die Kameras ging, musste erstmal der Kaugummi schnell noch weg. Da half ein bisschen Schreibpapier vom Pressesprecher.
Außerdem forderte Aron Johannsson noch einen Hocker, um ordentlich Platz zu nehmen hinter dem Pult. Das wirkte schon ein bisschen staatsmännisch und wurde noch richtig gut. „Der neue Cheftrainer ist“, verkündete der Werder-Profi und grinste verschmitzt. Der Stürmer des SV Werder ist ein Spaßvogel, der sich nach dem Aus von Alexander Nouri als Cheftrainer endlich wieder etwas freier fühlt.
„Ich will nichts Negatives über Alex sagen“, meinte Johannsson. Er ist eben nicht nur lustig, sondern auch anständig. Aber er wollte nicht verheimlichen, dass es „eine sehr schwierige Zeit für mich war“. Nouri hatte ihn nur kurz am ersten Spieltag eingesetzt, ihn eine Woche später noch einmal in den Kader berufen – dann nie wieder. „Ich konnte noch so gut trainieren, ich hatte keine Chance, das war hart“, berichtete Johannsson und gestand: „Ich habe jetzt neue Hoffnung, das ist ein Neustart für mich.“
Johannsson lobt Kohfeldt
Dabei spielt Florian Kohfeldt eine bedeutende Rolle. Ihn kennt Johannsson schon als Co-Trainer von Viktor Skripnik. Und der Interimscoach holte ihn sofort in den Kader zurück, brachte den Angreifer sogar in der Schlussphase. „Er ist ein sehr guter Mensch, ein sehr guter Trainer. Er kommuniziert sehr gut mit uns“, sagte Johannsson und fügte noch vielsagend an: „Ich mag ihn.“
Geht es nach Johannsson, dann dürfte Kohfeldt gerne dauerhaft bleiben. Aber der 26-Jährige wollte sich nicht direkt in die Trainerfrage einmischen. Das sei Aufgabe des Managements – also vor allem von Frank Baumann. Der Sportchef war am Morgen in der Kabine und hat wohl auch zur Mannschaft gesprochen. Davon verriet Johannsson allerdings nichts. Er gab aber zu, dass es schon „eine verzwickte“ Lage sei, „dass wir nicht wissen, wer unser Trainer sein wird“.
Andererseits wäre die aktuelle Lage auch gar nicht so schlecht: „Es gibt keine Garantien mehr, jeder Spieler muss sich beweisen. Diesen Konkurrenzkampf brauchen wir.“ Mit seinem ersten Comeback und dem Kurzeinsatz in Frankfurt gibt er sich jedenfalls nicht zufrieden: „Ich will mehr.“
Werder-Training am Dienstag



