Idee von Werders Aufsichtsratschef

Bode würde gern auf Ausstiegsklauseln verzichten

Marco Bode
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Marco Bode hofft auf einen erfolgreichen Start in die neue Saison.

Bremen - Werder-Aufsichtsratschef Marco Bode hat sich gegen Ausstiegsklauseln im Fußball ausgesprochen.

„Die Berater der Spieler neigen dazu, Ausstiegsklauseln für ihre Spieler auszuhandeln. Wir als Klub hingegen wollen das nicht“, sagte Bode im Interview mit dem „Weser-Kurier“. „Vielleicht sollte man aber mal grundsätzlich im Fußball darüber nachdenken, ob Ausstiegsklauseln so viel Sinn ergeben.“ Die Klauseln ganz abzuschaffen sei zwar „rechtlich schwer durchsetzbar“, so Bode, „aber dann hätten alle Vereine die freie Verhandlungshoheit, das wäre eine Verbesserung. Die Ausstiegsklausel bevorteilt ja in erster Linie Spieler und Berater.“

In den vergangenen Wochen hatte die Ausstiegsklausel von Max Kruse die Bremer Verantwortlichen auf Trab gehalten. Immer wieder tauchten Wechselspekulationen über den Werder-Stürmer auf. Kruse selbst hat die Existenz dieser Klausel mittlerweile bestätigt, bleibt aber offenbar auch in der neuen Saison bei Werder. Die beginnt am Samstag (20.45 Uhr) in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen die Würzburger Kickers in Offenbach. Für Marco Bode ist dieses erste Pflichtspiel „eine gute Chance, positiv in die Saison zu starten“. Das war den Bremern in den vergangenen Jahren nicht immer gelungen.

DFB-Pokal: Bode hofft auf Schub zum Saisonstart

Seit 2011 waren die Bremer gleich vier Mal in der ersten Pokalrunde gegen einen Club aus der Dritten Liga ausgeschieden. „Gerade in der vergangenen Saison war die Pokal-Niederlage gegen Lotte so ein Negativerlebnis, das nachgestrahlt hat“, erinnerte Bode an den katastrophalen Saisonstart und den Anfang vom Ende des Trainers Viktor Skripnik. „Deshalb hoffe ich, dass wir es in diesem Jahr besser machen, das würde uns auch einen Schub für das schwere Auftaktprogramm in der Bundesliga geben.“

In den ersten vier Ligaspielen trifft Werder auf die TSG 1899 Hoffenheim, Bayern München, Hertha BSC und Schalke 04. Vier Schwergewichte, doch Bode glaubt an den Erfolg von Trainer Alexander Nouri. „Ich habe die berechtigte Hoffnung, dass Trainer und Team eng zusammenstehen und erfolgreich spielen werden. Ich glaube, dass Alex das hinbekommen wird.“

„Wichtiges Jahr für Trainer Nouri“

Bode erklärt: „Er hat die gesamte Vorbereitung mit der Mannschaft absolviert, anders als in der vergangenen Saison. Jetzt wird es spannend für ihn zu sehen sein, wie sich die Dinge entwickeln, ob seine Philosophie und die Art, wie er arbeitet, die Ergebnisse bringen, die er sich vorstellt.“ Dennoch sei auch Nouri wie jeder andere Trainer abhängig von Ergebnissen: „Es ist auf jeden Fall ein wichtiges Jahr für ihn“, erklärt der Aufsichtsratschef.

Insgesamt sieht Bode die Bundesliga als „sehr ausgeglichen“, deswegen tue er sich schwer damit, einen konkreten Tabellenplatz als Ziel auszugeben. „Wir haben das in der vergangenen Saison gesehen. Da haben Mannschaften, die weiter oben erwartet wurden, gegen den Abstieg gespielt“, so der 48-Jährige. Bode weiter: „Das Minimalziel lautet: drinbleiben. Wir wollen mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. Grundsätzlich wollen wir den Weg weitergehen, den wir in der Rückrunde eingeschlagen haben.“ Er wünscht sich, dass sich die Hanseaten „in den nächsten vier, fünf Jahren das eine oder andere Mal für den Europapokal qualifizieren“.

Das sind Werders Ehrenspielführer

Ehrenspielführer SV Werder Bremen
Richard Ackerschott spielte von 1942 bis 1958 für Werder Bremen. Da gab es die Bundesliga noch nicht. In der Saison 1968/69 sprang er kurzzeitig als Werder-Trainer ein. „Sense“, wie der Verteidiger genannt wurde, starb 2002 im Alter von 80 Jahren. © imago
Ehrenspielführer SV Werder Bremen
Arnold „Pico“ Schütz spielte von 1955 bis 1972 insgesamt mehr als 800 Mal für Werder Bremen, gewann mit den Grün-Weißen 1961 den DFB-Pokal und 1965 die Deutsche Meisterschaft. Im Alter von 80 Jahren starb Schütz am 14. April 2015 in Bremen. © imago
Ehrenspielführer SV Werder Bremen
Horst-Dieter Höttges war von 1964 bis 1978 für die Grün-Weißen aktiv. Der Europa- und Weltmeister (1972 und 1974), Spitzname „Eisenfuß“, wurde 1965 mit Werder Bremen mit Deutscher Meister. © imago
Ehrenspielführer SV Werder Bremen
Dieter „Budde“ Burdenski lief zwischen 1972 und 1988 ganze 444 Mal für Werder Bremen in der Bundesliga auf. Das ist Vereinsrekord. 1988 wurde er in seiner letzten Saison als Profi Deutscher Meister. © imago
Ehrenspielführer SV Werder Bremen
Dieter Eilts spielte von 1984 bis 2002 für Werder Bremen. Er wurde mit Werder zweimal Deutscher Meister, dreimal DFB-Pokal-Sieger und 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger. © imago
Ehrenspielführer SV Werder Bremen
Marco Bode spielte 14 Jahre für Werder Bremen - von 1988 bis 2002. Auch er gehörte zur Erfolgsmannschaft der 1990er-Jahre. Seine Karriere beendete er 2002 als Vize-Weltmeister. © imago
Ehrenspielführer SV Werder Bremen
Frank Baumann spielte von 1999 bis 2009 bei Werder Bremen. In seinem letzten Jahr gewann er den DFB-Pokal. Bereits 2004 feierte der langjährige Kapitän das Double mit Werder. Später wurde er Sportchef des Vereins. © imago
Clemens Fritz wurde nach seinem Karriereende 2017 zum Ehrenspielführer ernannt, bekam sein Portrait in der Galerie 2018. Fritz spielte von 2006 bis 2017 bei Werder, war seit 2011 Kapitän.
Clemens Fritz wurde nach seinem Karriereende 2017 zum Ehrenspielführer ernannt, bekam sein Portrait in der Galerie des „Wuseum“ 2018. Fritz spielte von 2006 bis 2017 bei Werder, war seit 2011 Kapitän. © gumzmedia
Mirko Votava wurde als Kapitän von Werder Bremen zwei Mal Deutscher Meister (1988 und 1993), ein Mal DFB-Pokal-Sieger (1991) und ein Mal Europapokalsieger der Pokalsieger (1992). Erst 2022 durfte er dank einer Regeländerung Ehrenspielführer werden. Er hatte seine Karriere nämlich nicht, wie bisher erforderlich, bei Werder, sondern beim VfB Oldenburg beendet.
Mirko Votava wurde als Kapitän von Werder Bremen zwei Mal Deutscher Meister (1988 und 1993), ein Mal DFB-Pokal-Sieger (1991) und ein Mal Europapokalsieger der Pokalsieger (1992). Erst 2022 durfte er dank einer Regeländerung Ehrenspielführer werden. Er hatte seine Karriere nämlich nicht, wie bisher erforderlich, bei Werder beendet, sondern beim VfB Oldenburg. © gumzmedia
Torsten Frings wurde zeitgleich mit Mirko Votava Ehrenspielführer von Werder Bremen, auch er profitierte von der Regeländerung. Frings spielte von 1997 bis 2002 und von 2005 bis 2011 für den SVW. Von 2009 bis 2011 war er Kapitän, 2009 gewann er den DFB-Pokal.
Torsten Frings wurde zeitgleich mit Mirko Votava Ehrenspielführer von Werder Bremen, auch er profitierte von der Regeländerung. Frings spielte von 1997 bis 2002 und von 2005 bis 2011 für den SVW. Von 2009 bis 2011 war er Kapitän, 2009 gewann er den DFB-Pokal. © gumzmedia

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