Werder-Profi will schnell Klarheit

Baldige Vertragsverlängerung? Der Stand bei Werder und Niklas Stark

Werder Bremen will den Vertrag mit Niklas Stark vorzeitig verlängern, auch der Innenverteidiger will bleiben - so ist der aktuelle Stand bei den Gesprächen!

Bremen – Es war Ende März, als Niklas Stark in einer Medienrunde mit Blick auf den Sommer und seine noch offene Zukunftsfrage vorausschauend erklärte: „Es wird im Urlaub bestimmt den ein oder anderen Anruf geben.“ Ganz falsch lag der Verteidiger des SV Werder Bremen damit nicht. Während Stark aktuell seinen wohlverdienten Urlaub genießt, laufen im Hintergrund die Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung seines noch bis Juni 2026 laufenden Arbeitspapiers. „Wir befinden uns weiterhin im Austausch mit ihm und seiner Agentur“, bestätigte Werder-Sportchef Clemens Fritz auf Nachfrage der DeichStube.

Werder Bremens Niklas Stark kann sich „definitiv vorstellen, hier zu bleiben“

Ein baldiger Abschluss – in welche Richtung auch immer – ist dem Vernehmen nach jedoch noch nicht zu erwarten. Bereits nach dem letzten Heimspiel der Saison gegen RB Leipzig hatte Niklas Stark deutlich gemacht, dass es noch keine Tendenz gibt: „Die Gespräche sind noch nicht so, dass ich in irgendeine Richtung irgendwas sagen kann“, betonte der 30-jährige Mitte Mai. Dabei hatte der Innenverteidiger schon mehrfach öffentlich erklärt, dass er sich einen Verbleib bei Werder Bremen gut vorstellen könne. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich liebe die Mannschaft und auch das Team drumherum. Ich kann mir definitiv vorstellen, hier zu bleiben“, sagte er im DeichStube-Interview Ende April.

Eine Verlängerung mit dem Routinier wäre für Werder Bremen ein wichtiges Signal – nach der Vertragsverlängerung von Kapitän Marco Friedl auch die zweite feste Säule in der Defensive langfristig zu binden. Niklas Stark gehörte zweifelsohne zu den stärksten Spielern in Werders allgemein starkem Saisonendspurt. Alle acht Partien zum Abschluss der vergangenen Spielzeit, in denen Werder nur vier Gegentore kassierte, absolvierte der gebürtige Franke über die volle Distanz. Mit einer Zweikampfquote von über 62 Prozent war er zudem einer der besten Defensivspieler im Kader. Trotzdem ist sein Marktwert laut „transfermarkt.de“ im jüngsten Update – auch altersbedingt – von fünf auf vier Millionen Euro gesunken. Seine Erfahrung ist jedoch unbestritten: Mit 270 Bundesliga-Partien im Gepäck bringt Stark Qualitäten mit, die auch bei anderen Vereinen Interesse wecken dürften.

Werder Bremen will den Vertrag mit Niklas Stark vorzeitig verlängern, auch der Innenverteidiger will bleiben - so ist der aktuelle Stand bei den Gesprächen!

Werder Bremens Clemens Fritz über Niklas Stark: „Der Trainerwechsel hat für uns keine Auswirkungen auf die laufenden Gespräche“

Bleibt die Frage, wie Werder Bremen plant. Der neue Trainer Horst Steffen steht für einen eher offensiv ausgerichteten Spielstil, indem er auch gerne viele junge Spieler einbaut und weiterentwickelt. Gleichzeitig zeigte sich bei seiner letzten Station in Elversberg: In der Regel bildeten dort eher erfahrene Innenverteidiger (25, 29 und 30 Jahre alt) das Duo in der Viererkette. Am Osterdeich hingegen ließ Ex-Coach Ole Werner die vergangenen Jahre ausschließlich in einer Dreierkette verteidigen. Ob mit Vierer- oder Dreierkette – Niklas Stark hat beide Systeme im Laufe seiner Karriere bereits gespielt, würde sich also für beide Varianten anbieten. Steffen selbst sagte bei seiner Vorstellung: „Ob es eine Dreier- oder Viererkette sein wird, werden wir sehen. Grundsätzlich habe ich zuletzt in einer Viererkette spielen lassen.“

Auf die Frage, ob die neue Spielidee auch einen Einfluss auf die Zukunft von Niklas Stark an der Weser hat, macht Clemens Fritz deutlich: „Der Trainerwechsel hat für uns keine Auswirkungen auf die laufenden Gespräche.“ Gut möglich, dass sich der Profi des SV Werder Bremen dennoch erstmal die ersten Wochen der Vorbereitung anschauen möchte, bis eine endgültige Entscheidung gefällt wird. Dabei gibt es zumindest etwas Zeitdruck in der Personalie Stark, denn weder der Spieler noch der Verein möchten mit einer ungeklärten Zukunftsfrage in die neue Saison gehen. „Niklas hat selbst öffentlich auch schon betont, dass er gerne vor dem Start Klarheit haben möchte. Daran arbeiten wir“, betont Fritz. Gut möglich also, dass Stark im Urlaub – wie bereits prophezeit – noch den ein oder anderen Anruf entgegennehmen muss. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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