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Bremen - Samstagnachmittag, 16.00 Uhr - für Frank Baumann gibt es einen Pflichttermin: Werders Sportchef wird vor dem Fernseher sitzen und sich das WM-Viertelfinale zwischen Schweden und England ansehen.
Natürlich mit ganz speziellem Blick auf den Bremer Linksverteidiger Ludwig Augustinsson, der wieder in der schwedischen Startelf stehen dürfte.
„Das Spiel wird für Ludwig eine weitere große Herausforderung“, weiß Baumann, der sich allerdings sicher ist: „Er wird sie wieder gut meistern.“ Vier Spiele haben die Schweden bisher in Russland bestritten, Augustinsson hat keine Sekunde davon verpasst. In den Gruppenspielen gegen Südkorea (1:0), Deutschland (1:2) und Mexiko (3:0, Augustinsson traf zum 1:0) spielte er ebenso durch wie im Achtelfinale gegen die Schweiz (1:0). Nun also England.
Zuletzt 1994 im Halbfinale
„In diesem Spiel ist alles möglich“, sagt Baumann, der „natürlich hofft“, dass sein Spieler das WM-Halbfinale erreicht. Es wäre ein historischer Erfolg für die Schweden, ins Halbfinale waren die Skandinavier zuletzt 1994 bei der WM in den USA eingezogen. Bis heute gelten die Helden von damals - Tomas Brolin, Martin Dahlin, Patrik Andersson und Co. - in ihrer Heimat als Legenden. Im Halbfinale setzte es zwar ein 0:1 gegen Brasilien, doch am Ende wurden die "Tre Kronors" (drei Krohnen) nach einem satten 4:0-Erfolg über Bulgarien in Los Angeles WM-Dritter.
Mit diesem Helden-Status könnte auch Augustinsson bald nach Bremen zurückkehren. Oder ist der 23-Jährige als WM-Torschütze und möglicher WM-Halbfinalist ohnehin gar nicht mehr bei Werder zu halten? „Daran, dass er auch in der neuen Saison bei uns spielt, wird die WM nichts ändern können“, betont Baumann. Sobald Augustinsson an die Weser zurückgekehrt ist, will der Sportchef mit ihm über die vorzeitige Verlängerung seines ohnehin noch bis 2021 laufenden Vertrages verhandeln.