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Bremen - Werders Sportchef Frank Baumann wusste, was eines Tages auf ihn zukommen würde, „da waren wir mit Thomas von Beginn an in einem guten Austausch“, sagt er.
Dass Mittelfeldspieler Thomas Delaney nun also öffentlich in einem Interview mit der DeichStube gesagt hat, die WM im Sommer als Schaufenster für einen möglichen Clubwechsel nutzen zu wollen, war für Baumann keine große Überraschung. „Ich habe überhaupt kein Problem mit seiner Aussage. Schon bevor er bei uns unterschrieben hatte, wussten wir, dass er eines Tages gerne in England spielen würde. Das ist sein Wunschtraum“, sagte Baumann.
Generell, und das betonte der Sportchef im gleichen Atemzug, sei es aber Werders Ziel, alle Leistungsträger im Verein zu halten. Ein Ziel, dessen Erreichen im Falle Delaney schwer werden dürfte. Die Leistungen des dänischen Nationalspielers (25 Einsätze) haben längst das Interesse anderer Clubs geweckt. Spielt er nun noch eine gute WM, dürfte es im Sommer mehrere Angebote bekommen.
Verkauf könnte zwischen 12 und 15 Millionen bringen
Baumann weiß das. „Das ist doch klar. Angebote für Thomas hatten wir schon, da hatte er noch keine Minute für uns gespielt.“ Werder hatte den Dänen im Winter 2017 vom FC Kopenhagen geholt, fix war der Deal schon rund ein halbes Jahr zuvor gewesen. In der Zwischenzeit versuchte der FC Everton sein Glück – ohne Erfolg.
Bei einem erneuten Anlauf könnte es anders aussehen – und für Werder ziemlich lukrativ werden. Zwei Millionen Euro Ablöse haben die Bremer damals für Delaney bezahlt. Ein Verkauf könnte schätzungsweise – je nach WM-Verlauf – zwischen 12 und 15 Millionen Euro in die Bremer Kasse spülen. „Wenn so ein Spieler gehen sollte, ist es für uns wichtig, dass die Summe am Ende passt“, sagte Baumann.