Pizarro: „Ich spiele sowieso in adidas“
Werder Bremen bestätigt Umbro-Deal
Bremen - Nun ist es auch offiziell: Werder Bremen hat den Bericht dieser Zeitung bestätigt, dass Umbro zur Saison 2018/19 Nike als Ausrüster ablösen wird.
Mit dem britischen Unternehmen vereinbarten die Bremer eine Zusammenarbeit bis mindestens 2023. Der Fünfjahres-Vertrag soll ein Gesamtvolumen von 17,5 Millionen Euro haben und Werder jährlich 3,5 Millionen Euro (inklusive Sachleistungen) einbringen. Das wäre pro Spielzeit eine halbe Million Euro mehr, als Nike bezahlt hat.
„Mit Umbro werden wir von einer Marke ausgestattet, die wie der SV Werder auf eine lange Historie im Fußball zurückblicken kann“, ließ sich Werder-Boss Klaus Filbry in einer Pressemitteilung des Clubs zitieren: „Durch den Ausrüsterwechsel wollen wir den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen und die Marke Werder national und international weiterhin emotional und positiv aufladen.“
Werders neuer Ausrüster Umbro kennt Grün-Weiß




Für Umbro äußerte sich Michael Scholz als General Manager der GLD Group. Diese besitzt die Lizenz, Umbro in Deutschland, Österreich, Schweiz, Dänemark und Benelux zu vertreiben. „Der SV Werder Bremen passt aufgrund seiner langen Tradition und dem positiven, klaren Marken-Image sehr gut zu Umbro. Wir sind stolz, Werder Bremen von unserem Konzept überzeugt zu haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit ab 2018“, erklärte Scholz.
Ob Claudio Pizarro dann noch für Werder spielt, muss ein wenig bezweifelt werden. Der Peruaner ist schließlich schon 38 Jahre alt. Aber der Stürmer hat ohnehin so seine ganz eigene Meinung zum Ausrüsterwechsel. Dabei kennt er Umbro sehr gut von seiner Nationalmannschaft, die vom britischen Unternehmen ausgestattet wird. „Das sind halt Klamotten – ganz normal. Ich glaube, das ist fast alles das Gleiche“, meinte Pizarro und fügte lachend an: „Ich spiele sowieso mit adidas.“
Dabei schaute er extra noch mal auf seine Füße. Die standen zwar in diesem Moment beim Medientermin in Badelatschen von Nike, tragen aber auf dem Platz Fußballschuhe mit dem berühmten drei Streifen. Die Profis bei Werder müssen nur die Stoffe, nicht die Schuhe des Ausrüsters tragen.
Pizarro steht fast schon sein ganzes Fußballerleben bei adidas unter Vertrag. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach soll sogar 2001 mit einem üppigen Handgeld mitgeholfen haben, dass sich Pizarro für den FC Bayern München entschied und die Bremer verließ.
kni