Keine erfolgversprechende Perspektive
Werder bestätigt Zapel-Entlassung
Bremen. Oliver Zapel ist nicht mehr Trainer der U23-Mannschaft des SV Werder Bremen.
Eine entsprechende Exklusiv-Meldung der DeichStube wurde am frühen Montagabend vom Verein bestätigt. Der 50 Jahre alte Zapel hatte den Drittligisten erst am 13. November 2017 übernommen. Unter seiner Regie gelang in acht Partien jedoch kein Sieg. Lediglich drei Remis fuhr das Team ein. Nun soll der bisherige U17-Trainer Sven Hübscher den Bundesliga-Nachwuchs führen. Der 39-Jährige ist in dieser Saison bereits der vierte Coach der U23 nach Florian Kohfeldt, Mirko Votava und Zapel.
Dass für Zapel und seinen Co-Trainer Evangelos Sbonias das schnelle Ende bei Werder kam, hat nicht allein mit den schlechten Resultaten zu tun. Vielmehr bestanden bei Werder offenbar Zweifel, dass Zapel die jungen Spieler im Sinne des Vereins würde ausbilden können. In einer Mitteilung des Clubs heißt es: „Nach gemeinsamer Analyse und intensiven Gesprächen sind beide Seiten zu dem Ergebnis gekommen, dass eine weitere Zusammenarbeit, insbesondere über die laufende Saison hinaus, nicht erfolgversprechend ist.“
Werder wünscht sich Entwicklung der Spieler
Werder wünscht sich von der sportlichen Leitung der zweiten Mannschaft vor allem die Entwicklung von Spielern für den Bundesliga-Kader. Deswegen soll die Mannschaft auch als aktueller Vorletzter der Dritten Liga Fußball spielen und nicht klassisch nur gegen den Abstieg kämpfen. Hübscher wird die Umsetzung der Ziele anscheinend mehr zugetraut. Der gebürtige Dortmunder soll auch im Falle des Abstiegs bleiben.
Werder-Sportchef Frank Baumann, der Oliver Zapel im Herbst verpflichtet hatte und nun wieder entlassen musste, bedankte sich in der Mitteilung bei dem Coach für dessen „sehr intensive“ Arbeit mit der U23: „Wir sind überzeugt, dass Oliver und Evangelos mit ihren Fähigkeiten kurzfristig eine neue anspruchsvolle Aufgabe finden werden.“
Vertrauen in Zapel verbraucht
Bei Werder übernimmt Sven Hübscher, der zuvor unter anderem als Co-Trainer von Jens Keller, Andre Breitenreiter und Roberto Di Matteo bei Schalke 04 gearbeitet hatte. Von ihm erwartet der SV Werder „einen wichtigen Impuls, um mit der Mannschaft die Klasse zu halten“, erklärte Björn Schierenbeck, Sportlicher Leiter der U23 und Direktor des Nachwuchsleistungszentrums: „Zudem soll er das Team auch über die Saison hinaus weiterentwickeln.“
Das Vertrauen, dass Oliver Zapel diesen Ansprüchen gerecht wird, hat sich in nicht einmal drei Monaten verbraucht. Im Unfrieden geht der Fußballlehrer deshalb aber nicht – jedenfalls sollen seine Aussagen in der Werder-Mitteilung diesen Eindruck erwecken. „Die Arbeit mit der Mannschaft und den Vereinsverantwortlichen hat mir jederzeit Spaß gemacht. Wir kommen dem Wunsch des Vereins nach, bereits jetzt den Weg für eine Entwicklung der Mannschaft unter einem anderen Trainer freizumachen“, wird Zapel darin zitiert.
Seit 19 Spielen sieglos
Der Ex-Coach des Drittligisten Sonnenhof Großaspach war Mitte November verpflichtet worden, nachdem klar war, dass der zu den Profis aufgerückte Kohfeldt dauerhaft bei der Bundesliga-Mannschaft bleiben wird. Die U23 ist trainerübergreifend bereits seit 19 Spielen sieglos.
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