Werder-Trainingslager im Zillertal

Chef-Visite zwischen den Bergen: Werders Entscheider geben sich wieder die Ehre

Auch die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder des SV Werder Bremen sind ins Trainingslager der Bundesliga-Mannschaft in Zell am Ziller gereist. Der Grund.

Zell am Ziller – Die Schirmmütze hat Clemens Fritz tief ins Gesicht gezogen, das wechselhafte Wetter im Zillertal geht auch am Fußball-Chef des SV Werder Bremen nicht spurlos vorbei. Seinen modisch-legeren Alltagsdress hat der Ex-Profi in diesen Tagen gegen die sportliche Einheitskleidung des Vereins ausgetauscht. So geht er im allgemeinen Gewusel ebenso wie Kaderplaner Johannes Jahns oder Leiter Profifußball Peter Niemeyer fast als Teil des Trainerteams durch. Aber meist nur für wenige Augenblicke – denn in der Regel meldet sich schnell bei dem Trio das Smartphone und ausgiebige Telefonate werden geführt. Da bleibt nicht viel Zeit für andere Dinge, oft stehen die Entscheider dann mit dem Rücken zum Geschehen auf dem Rasen. Aber zumindest mit halbem Auge wird noch registriert, was zwischen den Toren stattfindet.

Werder Bremens Bosse Hubertus Hess-Grunewald und Klaus Filbry besuchen die Mannschaft und Sportchef Clemens Fritz im Zillertal-Trainingslager.

Werder Bremen-Bosse reisen ins Zillertal - Clemens Fritz will sich auf den Sport konzentrieren

„Ich schaue schon noch beim Training zu und will mitbekommen, was dort passiert“, sagt Fritz, „aber natürlich sind Johannes, Peter und ich derzeit viel am Telefon.“ Der Kader soll nach den Verpflichtungen von Maximilian Wöber und zuletzt Samuel Mbangula schließlich weiter verändert werden. Ganz nebenbei stehen in Zell am Ziller aber auch noch andere wichtige Termine an, etwa Zusammenkünfte mit Sponsoren. Auch die Mitglieder von Werder Bremens Aufsichtsrat, inklusive des Vorsitzenden und Vereinspräsidenten Hubertus Hess-Grunewald, sind pünktlich zum Wochenende wieder eingetrudelt, um gemeinsame Workshops abzuhalten. Auch Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, lässt sich in diesen Tagen wie gewohnt im Parkstadion blicken und geht mit Fritz und Co. in einen regelmäßigen Austausch. So ergibt sich ein kommunikatives Gesamtpaket, das zwar fordernd ist, aber zugleich förderlich sein soll. „Ich werde mein Bestes tun“, verspricht der 43-Jährige, „damit der Fußball nicht zu kurz kommt und ich mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann. Und das ist der Sport.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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