Besondere Werder-Statistiken
Bundesliga-Minimalisten: Kein Team schießt seltener aufs Tor und bestreitet weniger Zweikämpfe als der SV Werder Bremen
Bremen – Zugegeben: Statistiken sind nicht immer aussagekräftig und manchmal mit ein wenig Vorsicht zu genießen. Doch wer nach 16 absolvierten Spieltagen einen genaueren Blick in die Datenbanken der Bundesliga wirft, dem stechen im Zusammenhang mit dem SV Werder Bremen gleich mehrere Rubriken ins Auge.
Eine der klassischsten, weil einfach immer sichtbaren Kategorien ist die Torschuss-Statistik - und in dieser geben die Bremer auf den ersten Blick kein gutes Bild ab. Werder Bremen hat mit nur 172 Schüssen auf das gegnerische Tor bis dato nämlich die mit Abstand wenigsten Versuche aller Bundesligisten abgegeben. Da verwundert es auch nicht, dass die Bremer überhaupt erst zweimal das Aluminium trafen (Justin Njinmah bei der 0:3-Heimniederlage gegen Bayer 04 Leverkusen und Marvin Ducksch beim 1:1 gegen RB Leipzig). Auch das ist der geringste Wert aller 18 Vereine – jede andere Mannschaft traf bislang mindestens zweimal den Pfosten oder die Latte. Immerhin war die Chancenverwertung dafür bei den Grün-Weißen besser als andernorts: Mit 23 erzielten Treffern belegen die Bremer einen Mittelfeldplatz in der Bundesliga (11.). Knapp 7,5 Torschüsse benötigt die Mannschaft von Trainer Ole Werner also für ein Tor – nur sieben Teams haben eine bessere Quote aufzuweisen. (Quelle: bundesliga.com)
Bundesliga-Statistik: Werder Bremen bestreitet die wenigsten Zweikämpfe aller 18 Vereine
Auch die Rubrik „Zweikämpfe“ ist beim SV Werder Bremen absolut bemerkenswert. Die Bremer haben in der laufenden Bundesliga-Hinrunde bislang deren 1318 bestritten. Klingt viel, ist es aber nicht. Die Grün-Weißen haben damit nämlich die wenigsten direkten Duelle aller 18 Bundesligisten absolviert. Zum Vergleich: Spitzenreiter Mainz 05 bestritt fast 400 Zweikämpfe mehr (1694)! Immerhin konnten die Bremer 49,98 Prozent ihrer direkten Duelle gewinnen, was im Ligavergleich Rang elf entspricht.
Zudem hat Werder Bremen in Amos Pieper einen der besten Zweikämpfer in seinen Reihen: mit 67,7 Prozent gewonnenen direkten Duellen belegt der Verteidiger im Bundesliga-Vergleich Platz vier. Das Problem: Pieper kam verletzungsbedingt nur auf sechs Einsätze. Positiv: Auch Anthony Jung (63,6 Prozent, Platz 11), Niklas Stark (62,5 Prozent, 16) und Milos Veljkovic (60,7 Prozent, 26) haben eine durchaus gute Quote aufzuweisen. (Quellen: bundesliga.com, ligainsider.de) (mwi)