Werder-Neuzugang froh

„Viel los am Anfang“: Neuzugang Itten spricht über turbulente erste Werder-Tage und sein Debüt

Nach seinem Debüt im Testspiel gegen den SC Paderborn spricht Neuzugang Cedric Itten über seine turbulente Anfangszeit bei Werder Bremen!

Eigentlich war der erste Einsatz von Cedric Itten im Trikot des SV Werder Bremen deutlich kürzer geplant. Nach gerade einmal wenigen Trainingseinheiten mit seinen neuen Kollegen sollte der Schweizer im XXL-Test gegen den SC Paderborn ursprünglich noch keine Stunde auf dem Platz stehen. Doch weil Salim Musah kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel, musste Itten länger ran als vorgesehen. Am Ende wurden es für den 29-Jährigen 60 Minuten – und damit ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zurück in den Rhythmus.

„Ich bin happy, das erste Spiel gemacht zu haben und jetzt hier zu sein“, sagte Cedric Itten nach dem 2:2. Schließlich war es für den Angreifer die erste Woche bei Werder Bremen. „Es waren natürlich viele Informationen diese Woche, aber es hat mich gefreut, heute 60 Minuten zu spielen und zu starten. So kann ich langsam die Automatismen erarbeiten.“

Feierte sein Debüt für Werder Bremen und schmiss sich trotz schwerer Beine in viele Zweikämpfe: Neuzugang Cedric Itten.

Neuzugang Cedric Itten feiert sein Debüt für Werder Bremen: „Ein bisschen Muskelkater gehört dazu“

Dass die Beine nach den ersten intensiven Tagen schwer waren, störte Itten dabei nicht. Im Gegenteil. „Ich bin später dazugekommen. Da gehört ein bisschen Muskelkater dazu, schwere Beine – aber das muss auch so sein, um beim Start komplett fit zu sein.“ Die Einsatzzeit gegen Paderborn sei deshalb vor allem eines gewesen: wichtig, um wieder Spielrhythmus zu bekommen. Viel Zeit zum Eingewöhnen hatte Itten in Bremen ohnehin nicht.

Nach seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft mit der Schweiz und der anschließenden verlängerten Pause wurde in den vergangenen Tagen einiges nachgeholt. Medizinische Untersuchungen, Termine, organisatorische Dinge, Wohnungssuche – und gleichzeitig die ersten Trainingseinheiten mit der neuen Mannschaft. „Diese erste Woche war viel los“, räumte Itten ein. Bereut habe er das Tempo allerdings nicht: „Es ist natürlich schön, wenn du das relativ früh alles machen kannst. Dann ist das danach erledigt und der volle Fokus auf Fußball möglich.“

Werder Bremens Neuzugang Cedric Itten fühlt sich trotz schwerer Beine wohl: „Super aufgenommen“

Auf dem Platz fühlt sich der Mittelstürmer bereits wohl. „Die Jungs haben mich von Anfang an super aufgenommen. Es war relativ einfach, hier reinzukommen. Das Team hat es mir einfach gemacht“, so Cedric Itten. Nun gehe es vor allem darum, die Mitspieler noch genauer kennenzulernen: „Was sind ihre Stärken? Wie können sie mich einsetzen?“ Gerade bei einem Spieler, der von Zuspielen und Flanken lebt, müssen diese Abläufe schließlich erst entstehen. Ein Umstand, der dem bulligen Angreifer gegen Paderborn auch noch anzumerken war, da er zwar sichtlich bemüht war, lange Bälle festzumachen und tiefe Laufwege anzubieten, ihm aber eben bei Weitem auch nicht alles im Zusammenspiel mit den Kollegen gelungen ist.

Dass Werder Bremen zudem aktuell noch mit Verletzungen auf den Außenbahnen und in der Offensive zu kämpfen hat, sieht Cedric Itten dabei gelassen. „Ich glaube, wir haben so viel Qualität, sei es im Mittelfeld, aber auch auf den Außenbahnen. Von daher gibt es schon einige, die da infrage kommen, mich in Szene zu setzen.“ Entscheidend sei nun, gemeinsam zu trainieren und die Automatismen zu entwickeln.

Ist Werder Bremens Neuzugang Cedric Itten schon eine Option für den DFB-Pokal? „Ich bin überzeugt, dass ich da fit sein werde“

Noch schneller soll es im Trainingslager in Harsewinkel gehen. Dort erwartet Cedric Itten mehr gemeinsame Einheiten und damit weitere Möglichkeiten, seine neuen Mitspieler kennenzulernen. Und wann ist er wieder bei 100 Prozent? „Ich bin schon überzeugt, dass ich da fit sein werde“, sagte der Schweizer mit Blick auf den Pflichtspielstart des SV Werder Bremen im DFB-Pokal in zwei Wochen gegen Lüneburg (22. August). Dass die Beine nach seiner ersten Woche noch schwer sind, sei schließlich völlig normal: „Von jetzt an wird es von Tag zu Tag besser.“ Nun soll im fünftägigen Trainingslager der nächste Schritt für den Neuzugang folgen. (bvo)

Rubriklistenbild: © Andreas Gumz

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