Kampf um Werders Startelf
Musah oder Itten? Wer im Werder-Sturm aktuell die besten Karten besitzt
Salim Musah oder Cedric Itten – wer steht beim Pflichtspielauftakt des SV Werder Bremen in der Startelf? Wer aktuell im Sturm die besseren Karten hat!
Einen schweren Stand hatte er gehabt, eine echte Torchance war für Cedric Itten auch nicht herausgesprungen. Kurzum: So richtig gut wollte es für den neuen Stürmer des SV Werder Bremen beim jüngsten Testspiel gegen AJ Auxerre (0:1) nicht laufen. Nach der Pause durfte dann Salim Musah im Angriff ran, der in der Schlussphase noch zweimal die Gelegenheit zum Ausgleich gehabt hatte. Doch er nutzte sie nicht, und so war es am Ende bei der knappen Niederlage des SV Werder Bremen gegen den französischen Erstligisten geblieben. Noch zeichnet sich nicht wirklich ab, welcher der beiden groß gewachsenen Offensivakteure demnächst in der Aufstellung von Daniel Thioune den Zuschlag erhalten könnte.
Werder Bremens Daniel Thioune über Salim Musah: „im offenen Spiel hat er in der Vergangenheit immer einen Impact gehabt“
Im ersten Reflex liegt der Verdacht nahe, dass Itten der Auserwählte sein wird, schließlich zählte der WM-Teilnehmer am vergangenen Samstag zur Startelf. Doch Daniel Thioune verneinte eine Garantie auf weitere Einsätze von Beginn an. „Ich musste mich ja für einen entscheiden“, sagte er. „Die Auswechslung war abgemacht. Es war klar, dass jeder 45 Minuten bekommt.“ Salim Musah rückte auch deshalb mit Verzögerung nach, weil er nach Meinung seines Coaches „im offenen Spiel in der Vergangenheit immer einen Impact gehabt“ hat. Bei Cedric Itten dagegen sei es „wichtig, dass er von Beginn an gleich ein paar Abläufe bekommt“.
Nun wird sich in der Offensive des SV Werder Bremen ohnehin noch etwas tun. Eren Dinkci kommt neu hinzu, auch ein Transfer von Niclas Füllkrug erscheint wieder realistisch. Doch bis dahin muss Werder die vorhandenen Möglichkeiten gewinnbringend nutzen. Und optimieren. „Überall ist Konkurrenz gegeben, und Konkurrenz hilft natürlich dann auch dabei, noch ein bisschen Druck auf jeden Einzelnen zu erhöhen, um eine bessere Performance abzugeben als heute“, hatte Daniel Thioune schon am Samstag betont und mit Blick auf Nachwuchskräfte wie Paul Erevbenagie ergänzt: „Auch die Jungen haben Spielzeit bekommen, aber man hat auch gesehen, dass sie noch etwas Weide brauchen und nicht direkt die Startelf, obwohl gern danach geschrien wird.“
Und somit bleibt die Aufstellung für den Pokalauftakt gegen den Lüneburger SK (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) noch ein kleines Rätsel. Für den Bundesliga-Auftakt gegen Freiburg eine Woche später sowieso. „Aber Sie wissen ja auch“, sagte der Chefcoach des SV Werder Bremen abgebrüht, „die Mannschaft, die am ersten Spieltag spielt, spielt nie am letzten.“ (mbü)
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