Vertrag des Werder-Routiniers läuft aus
„Es ist schwierig für ihn“: Christian Groß ist bei Werder nicht mehr erste Wahl - wann die Entscheidung über eine Vertragsverlängerung fallen soll
Christian Groß ist beim SV Werder Bremen derzeit unter Trainer Ole Werner nicht mehr gesetzt, zudem läuft der Vertrag des 34-Jähigen am Saisonende aus. Wird das Arbeitspapier des Routiniers noch einmal verlängert? Leiter Profifußball Clemens Fritz spricht über den aktuellen Stand.
Bremen – Sein Karriereweg ist noch immer ein Märchen. Doch auch Märchen haben eben irgendwann mal ein Ende. Christian Groß arbeitet hart dafür, dass noch ein paar weitere Kapitel in seiner außergewöhnlichen Fußball-Geschichte folgen, doch aktuell spielt er beim SV Werder Bremen lediglich eine Nebenrolle. Der defensive Mittelfeldakteur ist nicht mehr erste Wahl unter Trainer Ole Werner – was auch an einer mehrwöchigen Verletzungspause liegt. Im Sommer endet Groß‘ Vertrag an der Weser und aktuell ist nicht absehbar, wie lange der 34-Jährige das Abenteuer Bundesliga noch als Aktiver erleben wird.
„Wir haben mit ,Grosso‘ besprochen, dass wir uns im Frühjahr zusammensetzen, um über die Zukunft zu sprechen“, erklärt Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, im Gespräch mit der DeichStube. Viel Zeit also noch, um zu gucken, wie sich die Dinge für beide Seiten entwickeln. Eine Sache ist aber schon klar: Christian Groß wird Werder Bremen nach dem Karriereende erhalten bleiben, er besitzt bereits einen Anschlussvertrag, um in andere Bereiche des Clubs hineinzuschnuppern. Klar definiert sind die Aufgaben aber noch nicht, wie Groß bereits im vergangenen Frühjahr verriet. Damals hatte er ganz frisch für ein weiteres Profijahr bei den Bremern unterschrieben, war zu der Zeit allerdings auch noch Stammspieler.
Werder Bremens Clemens Fritz über Christian Groß: „Mit seiner Rolle geht er professionell um, er kann das gut einordnen“
Mittlerweile ist das anders. Auf der Sechserposition ist Jens Stage aktuell nicht wegzudenken, im Schatten des Dänen lauert Senne Lynen auf Einsätze. Als Aushilfe in der Abwehrkette des SV Werder Bremen wird Christian Groß derzeit ebenfalls nicht benötigt, weil das dortige Personal seinen Job meist zufriedenstellend erledigt. „Grosso hat in der Vergangenheit mehr als bewiesen, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist“, betont Clemens Fritz. „Aktuell ist es für ihn natürlich schwierig, weil er längere Zeit raus war und die anderen ihre Sache gut gemacht haben. Mit seiner Rolle geht er aber wirklich professionell um, er kann das gut einordnen.“
Bislang tauchen so lediglich sieben Saisoneinsätze in der Statistik auf, vier davon von Beginn an. Zuletzt saß Groß dreimal hintereinander auf der Bank, wartete vergeblich auf eine Einwechslung. Unter dem Strich macht das 375 Einsatzminuten, was alles andere als märchenhaft ist. Aber vielleicht gelingt dem Routinier des SV Werder Bremen ja noch einmal eine triumphale Rückkehr. Mit überraschenden Wendungen in seiner Karriere kennt sich Christian Groß schließlich bestens aus. (mbü)