Vor Transfer nach Bremen
Kein Chuki-Abschied auf dem Platz: Werder-Neuzugang bei Real Valladolid außen vor – worauf sich die Bremer freuen
Vor seinem Transfer zum SV Werder Bremen spielt Chuki bei Real Valladolid keine Rolle mehr. Woran das liegt und worauf sich die Grün-Weißen freuen.
Dass Iván San José Cantalejo, kurz „Chuki“, in der kommenden Saison beim SV Werder Bremen spielen wird, ist längst ein offenes Geheimnis. Nur verkündet wurde der Transfer des offensiven Mittelfeldspielers von Real Valladolid noch nicht. Der Grund: Der 22-Jährige selbst hatte nach DeichStube-Informationen darum gebeten – aus Respekt vor seinem Jugend- und Ausbildungsclub. Chuki möchte erst das Saisonende in der zweiten spanischen Liga abwarten. Selbst zum Einsatz kommen wird er dort aber wohl nicht mehr.
Vor Wechsel zum SV Werder Bremen: Warum Chuki nicht mehr für Real Valladolid spielt
Eine letzte Chance hätte der junge Spanier theoretisch am kommenden Sonntag (18.30 Uhr), wenn Real Valladolid bei UD Almería sein letztes Saisonspiel absolviert. Doch Chuki verpasste bereits die letzten drei Spiele, das erste – so berichteten es spanische Medien – aufgrund muskulärer Beschwerden. Danach wurde er nicht mehr für den Kader berücksichtigt. Auch nicht im letzten Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Zweitliga-Top-Team Deportivo La Coruña (0:2), wodurch er sich nicht auf dem Platz von jenem Club verabschieden konnte, für den er seit seinem Wechsel in die Nachwuchsabteilung ununterbrochen gespielt hatte.
„Es gibt Spieler, die zu uns gehören, und andere, die das nicht tun, und mich interessieren vor allem diejenigen, die zu uns gehören“, hatte Trainer Fran Escribá mit Blick auf seinen Kader erklärt und untermauert: „Es geht nicht darum, dass (Chuki) spielt. Es geht darum, anderen Spielern Einsatzzeit zu geben. Meine Pflicht ist es, Spieler zu beobachten, von denen ich weiß, dass ich sie nächstes Jahr zur Verfügung haben werde.“ Ein Hinweis darauf, dass der zukünftige Profi des SV Werder Bremen sich angesichts seines ersten Vereinswechsels überhaupt nicht mehr voll reingehängt habe, sei das aber nicht: „Seit meiner Ankunft hat sich Chuki stets sehr engagiert gezeigt. Es stimmt zwar, dass seine Leistung in einigen Spielen nicht gut war, aber seine Situation hat ihn beeinträchtigt. Er hat sich trotzdem vorbildlich verhalten und tut dies auch weiterhin. Er hat großes Engagement für den Verein gezeigt, der sein Verein ist und immer sein wird, auch wenn er geht.“
Kein Einsatz mehr für Real Valladolid – welche Stärken Chuki beim SV Werder Bremen einbringen soll
Dass Real Valladolid freiwillig auf Chuki verzichtet, dürfte auch daran liegen, dass es sportlich nicht mehr um viel geht. Der Klassenerhalt des Tabellen-16. steht seit Wochen fest. Andernfalls dürfte Escribá wohl nur schmerzlich auf seinen Top-Scorer (sieben Tore, acht Assists), der immerhin an rund einem Drittel aller Tore direkt beteiligt war, verzichten. Beim SV Werder Bremen freut man sich derweil bereits darauf, dass Chuki nach einer gewissen Eingewöhnungszeit seine Stärken auch am Osterdeich einbringt. Wie zu hören ist, schätzen die Grün-Weißen vor allem dessen fußballerische Qualität, mit der er das Offensivspiel ankurbeln soll, sowie seinen starken linken Fuß, der ihn zu einem starken Standardschützen macht. Nach Eckbällen und Freistößen waren die Bremer in der abgelaufenen Saison viel zu ungefährlich, mit Chuki soll sich das im besten Fall in der kommenden Saison dann ändern. (tos)
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