Portrait hängt nun im Wuseum
Clemens Fritz in der Galerie der Großen
Bremen - Oben drüber Marco Bode, linker Nachbar Dieter Eilts und ganz neu dabei: Clemens Fritz. Seit Freitag hat auch der achte Ehrenspielführer des SV Werder Bremen sein Porträt und seinen Platz in der Ehrengalerie des Vereins im „Wuseum“.
Es zeigt ihn im grünen Trikot, der Gesichtsausdruck abgekämpft, im Hintergrund viele Menschen – so, als wäre Fritz der Liebling der Massen. Und das war er ja auch zu seiner aktiven Zeit, die erst im Sommer zu Ende gegangen war. Jetzt schon als Teil der Werder-Geschichte im Wuseum zu hängen, ging ganz schön schnell. „Stimmt“, meint der 37-Jährige, „aber es ist eine große Ehre für mich, zwischen all diesen Persönlichkeiten meinen Platz zu haben. Das macht mich stolz.“
In der Ehrengalerie finden sich aber nicht nur die Bildnisse der acht Ehrenspielführer des SV Werder, sondern auch die der Ehrenpräsidenten und Ehrenvorsitzenden. Bis Freitag war die Reihe derer, die in der Geschichte des Vereins mit dieser besonderen Auszeichnung bedacht worden waren, im „Wuseum“ nicht vollständig, jetzt ist sie es. „Wenn schon, dann alle“, habe der SV Werder entschieden, erklärte der aktuelle Präsident und Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald die Erweiterung der Ehrengalerie.
Die Porträts des Ehrenmitglieds Franz Böhmert und des Ehrenpräsidenten Klaus-Dieter Fischer haben also neue Gesellschaft bekommen. Nun sind auch Alfred Ries, Albert Drewes, Heinz Fedde und Richard Oßenkoop, die die Geschicke des SV Werder zwischen den 20er- und 70er-Jahren gelenkt hatten, dort verewigt. Der Bremer Künstler Jub Mönster hat moderne Porträts geschaffen, die aber auch das Fenster in die Vergangenheit öffnen. „Wir wollen ein Stück Geschichte lebendig werden lassen“, sagt Hubertus Hess-Grunewald über die Ehrengalerie, die gewissermaßen auch eine Ahnentafel des Vereins darstellt.
Besonders die Geschichte Alfred Ries‘ könnte Bände füllen. Der Sportfunktionär und Diplomat lebte von 1897 bis 1967 und war gleich dreimal Werder-Präsident – von 1923 bis 1933, von 1947 bis 1951 sowie von 1963 bis zu seinem Tod. Als Jude flüchtete er während des Nazi-Regimes ins Ausland, kehrte aber nach Bremen zurück, um Versöhnung zu leben. „Es ist schön, dass diese Persönlichkeiten bei Werder nicht in Vergessenheit geraten sind“, sagte Christian Weber, der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, der am Freitag an der kleinen Feierstunde im „Wuseum“ teilgenommen hatte.
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