Baldiges Comeback?

Weiser will Werder endlich wieder helfen – doch Trainer Thioune tritt auf die Bremse

Mitchell Weiser wird beim SV Werder Bremen weiter schmerzlich vermisst. Der Profi und Trainer Daniel Thioune sprechen über die Comeback-Pläne.

Bremen – Auf dem Trainingsplatz steht Mitchell Weiser für kleinere individuelle Einheiten schon wieder etwas länger, doch erst jetzt findet er auch so richtig Gefallen daran. „Die letzte Woche war die erste, in der ich mich wieder wie ein Profisportler gefühlt habe“, sagt der Flügelspieler des SV Werder Bremen, der sich nach einem Kreuzbandriss aus dem Sommer Stück für Stück zurückkämpft und es kaum erwarten kann, bis er seiner Mannschaft helfen kann. „Jetzt muss man mich ein bisschen bremsen, glaube ich, aber allzu lange wird es nicht mehr dauern.“

Schuftet bislang nur individuell fürs Comeback: Wann kann Mitchell Weiser dem SV Werder Bremen endlich wieder helfen?

Wann feiert Mitchell Weiser sein Comeback bei Werder Bremen? Das sagt Trainer Daniel Thioune

Der Ehrgeiz ist verständlich, aber die Rechnung hat der 31-Jährige ohne seinen Trainer gemacht. Der tritt nämlich vorsorglich auf die Bremse. „Ein Kreuzbandriss ist ein Kreuzbandriss, da habe ich von sechs bis zwölf Monaten schon alles erlebt“, sagt Daniel Thioune. „Das größte Risiko ist, dass man im Moment des Fortschritts zu mutig und zu euphorisch ist. Dann kann Training auf dem Platz auch dazu führen, dass man muskulär darauf reagiert. Deshalb wäre es gefährlich, da jetzt einen Zeitpunkt zu definieren.“ Denn wenn eines nicht passieren soll, dann dass das Comeback von Mitchell Weiser bei Werder Bremen ohne spürbaren Effekt jäh verpufft oder er gar einen Rückschlag erleidet.

Aber natürlich hofft auch der Trainer des SV Werder Bremen, dass er in den kommenden Wochen noch auf Weisers Qualitäten zurückgreifen kann. „Wünschenswert ist eine Rückkehr im besten Fall so zeitig wie möglich und möglichst noch in dieser Saison“, meint Daniel Thioune, „denn wenn es für uns bis zum Ende um den Klassenerhalt geht, ist es für uns vielleicht ganz gut, wenn man einen Mitchell Weiser in der Hinterhand hat.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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