Werder-Coach spricht über den Neuzugang
„Ich glaube nicht, dass er ewig brauchen wird“: Ole Werners Plan mit Werder-Neuzugang Rafael Borré
Am Deadline Day wechselte Rafael Borré von Eintracht Frankfurt zu Werder Bremen, nun ist der Angreifer schon wieder weg - der Kolumbianer ist mit der Nationalmannschaft unterwegs. Warum Trainer Ole Werner trotzdem davon überzeugt ist, dass sich der Stürmer schnell bei Werder integriert.
Bremen – Und schon ist er wieder weg: Werders Last-Minute-Neuzugang Rafael Borré ist am Sonntag ins Flugzeug gestiegen, um zur Nationalmannschaft nach Kolumbien zu reisen. Dort stehen für den 27-Jährigen zwei wichtige Spiele in der WM-Qualifikation gegen Venezuela (8. September) und Chile (13. September) an. Dabei war Borré erst am Samstag, einen Tag nach Bekanntgabe seiner Verpflichtung, erstmals in seiner neuen sportlichen Heimat Bremen eingetroffen. Auch im Oktober stehen Länderspiele an, bei denen der Südamerikaner mitmischen möchte. Für eine schnelle Integration beim SV Werder Bremen ist das natürlich nicht gerade förderlich.
„Aber das gehört dazu. Diese Pille muss man schlucken“, hält Werder-Trainer Ole Werner ganz nüchtern fest - und ergänzt: „Wenn wir gute Spieler verpflichten wollen, dann besteht auch die Gefahr, dass sie für ihr Land spielen.“ Und dass Werner Rafael Borré für einen sehr guten Spieler hält, daran lässt er keinen Zweifel. „Er ist ein totaler Teamplayer. Einer, der sich für seine Mannschaft aufopfert“, lobt der Chefcoach des SV Werder Bremen und fügt an: „Auch in der Phase, in der er in Frankfurt nicht gespielt hat, war er in der Kabine sehr angesehen. Sobald er auf dem Platz stand, hat er alles für die Mannschaft gegeben. Ich glaube, das ist extrem wichtig.“ Doch bis der Neuzugang seine Qualitäten erstmals in Bremen mit den neuen Teamkollegen unter Beweis stellen kann, werden eben noch ein paar Tage verstreichen.
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Werder Bremens Ole Werner über Rafael Borré: „Wir werden so mit ihm arbeiten, dass er schnellstmöglich ankommt“
Erst am 14. September soll Rafael Borré nach Bremen zurückkehren, am 17. September steht Werders Auswärtsspiel in Heidenheim auf dem Plan, bei dem die Leihgabe ihre Kader-Premiere feiern könnte. Bei Werder Bremen wollen sie in den wenigen gemeinsamen Tagen dann „alles daransetzen, Rafa beizubringen, wie wir Fußball spielen“, erklärt Ole Werner, der davon überzeugt ist, dass der neue Mann keine allzu große Anlaufzeit benötigt. „Ich glaube nicht, dass er ewig brauchen wird. Er kennt die Liga, er weiß, wie wir spielen. In Frankfurt hat er in ähnlichen Grundordnungen funktioniert“, betont Werner. „Deshalb glaube ich, dass er bei uns auch funktionieren kann.“
Damit das gelingt, gelte es nach der Rückkehr von Rafael Borré, schnellstmöglich die Bindung zur Mannschaft und den neuen Mitspielern beim SV Werder Bremen herzustellen. „Das geht bei Stürmern in der Regel ja immer etwas leichter als bei strategischen Positionen, wo du von hinten noch mehr Einfluss auf das gesamte Spiel hast“, meint Ole Werner, der den 24-fachen kolumbianischen Nationalspieler überhaupt nicht unter Druck setzen will: „Wir werden ihm die Zeit geben und so mit ihm arbeiten, dass er schnellstmöglich ankommt.“
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Werder Bremens Ole Werner über Rafael Borré: „Er arbeitet extrem aggressiv gegen den Ball und hat sehr gute Laufwege“
Neben dem starken Charakter und der professionellen Einstellung gefällt Ole Werner an Rafael Borré vor allem dessen fußballerisches Profil. „Er arbeitet extrem aggressiv gegen den Ball, hat sehr gute Laufwege und ein gutes Timing im Strafraum“, lobt der 35-Jährige den Neuzugang des SV Werder Bremen, den er als einen „sehr unangenehmen und umtriebigen Stürmer“ bezeichnet, der in der Bundesliga schon funktioniert habe. „Wir sind sehr froh, dass die Tür nochmal kurzfristig aufgegangen ist für uns. Denn wir glauben, dass er zu unserer Art und Weise Fußball zu spielen sehr gut passt und seine Stärken hier ausspielen kann.“ Und da kann man dann auch schon mal eine etwas längere Wartezeit verschmerzen… (mwi/mbü)