Werders Rekordeinkauf erklärt seine neue Rolle
Klaassen überlässt Eggestein gerne das Rampenlicht
Bremen - Davy Klaassen hatte sich und Werder eine klare Zielvorgabe gesteckt: Sechs Punkte sollten es aus den ersten beiden Rückrundenspielen gegen Hannover und Frankfurt sein - eine deutliche Ansage war das, ausgesprochen während des Trainingslagers in Südafrika. Inzwischen ist bekannt: Werder hat das Klaassen-Ziel verfehlt, nur vier Punkte stehen nach den beiden Partien zu Buche.
„Das ist natürlich nicht gut“, sagte Klaassen am Dienstag, „wenn man sechs möchte und vier bekommt, dann ist das nicht perfekt.“ Dem Niederländer war die Enttäuschung nach dem 2:2 gegen Frankfurt („Ein Spiel, das wir hätten gewinnen müssen“) noch deutlich anzuhören. Ob des spielerisch phasenweise begeisternden Bremer Auftritts war er aber weit davon entfernt, Grundsätzliches in Frage zu stellen: „Wir erarbeiten uns viele Chancen, und das tut gut. Die Tore werden irgendwann kommen.“
Klaassen selbst hat bisher nach 19 Einsätzen in der Bundesliga zwei Treffer auf dem Konto. Eine durchaus ausbaufähige Bilanz für Werders Rekordtransfer, das weiß er selbst. „Vielleicht war ich etwas unauffälliger als andere Spieler, aber das hat auch mit der Taktik zu tun“, erklärte der 25-Jährige, der in der Regel neben Maximilian Eggestein auf der Achterposition spielt - und seinem Teamkollegen beim Weg nach vorne oft den Vortritt lässt. „Wir können ja nicht beide blind nach vorne laufen.“
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Klaassen bittet Eggestein täglich um Vertragsverlängerung
Ergebnis: Während Eggestein mit fünf Saisontoren nicht nur Werders bester Schütze, sondern auch Werders Shootingstar ist, wirkt Klaassen - anders als noch während seiner Zeit bei Ajax Amsterdam - eher wie ein Arbeiter, ein Initiator, eben wie einer, der abseits des grellen Scheinwerferlichts seinem Job nachgeht. Ob er ein Problem damit hat? „Nein. Am Ende will ich gewinnen. Egal, wer dabei trifft.“
Und da es im Moment vor allem dieser Maxi Eggestein ist, nimmt Klaassen den 22-Jährigen regelmäßig zur Seite, sucht das Vier-Augen-Gespräch. „Ich sage ihm jeden Tag, dass er seinen Vertrag verlängern soll und hoffe, dass er auf mich hört.“ Dafür würde Davy Klaassen sicher weiterhin vermehrt Defensivaufgaben übernehmen.
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