Werder-Transfer-News
„Abgang nicht ausgeschlossen“: Kownackis schwerer Stand bei Werder
Dawid Kownacki steht in der Stürmer-Hierarchie bei Werder Bremen weit hinten, zuletzt wurde der Pole schon positionsfremd eingesetzt. Wie geht es weiter?
Für Dawid Kownacki ist die Situation nicht neu. Kurios ist sie trotzdem. Zum wiederholten Male bereitet sich der Mittelstürmer derzeit mit dem SV Werder Bremen auf die kommende Saison vor – und zum wiederholten Male ist es alles andere als sicher, dass er sie auch im Trikot des SV Werder Bremen erleben wird. Wie bereits in den Vorjahren gilt der Pole auch nach seiner Leih-Rückkehr von Hertha BSC einmal mehr als heißer Abgangskandidat. Dass er im ersten Testspiel während des Zillertal-Trainingslagers gegen Fagiano Okayama (2:0) positionsfremd als Achter eingesetzt wurde, unterstreicht diesen Eindruck. Auch wenn Werder-Sportchef Clemens Fritz die Entscheidung etwas anders erklärt.
Werder Bremen-Transfer-News: Abgang von Dawid Kownacki „nicht ausgeschlossen“
„Das kann während einer Vorbereitung mal passieren“, sagt der Ex-Profi und schob den Hinweis hinterher, „dass wir im Sturm nur drei Positionen haben“. Gegen Okayama hatte sich Werders Cheftrainer Daniel Thioune in U23-Talent Paul Erevbenagie, Neuzugang Kenney Quetant und Marco Grüll (erste Halbzeit) sowie in Justin Njinmah, Salim Musah und Samuel Mbangula (zweite Halbzeit) für sechs andere Angreifer entschieden, was nicht gerade für einen Spitzenplatz Kownackis in der Bremer Sturmhierarchie spricht. In wenigen Tagen stößt zu alledem noch Neuzugang und WM-Fahrer Cedric Itten ins Team. Wo bleibt da Kownacki?
„Ein Abgang im Sommer ist nicht ausgeschlossen“, sagt Clemens Fritz offen über Angreifer, der seit seinem Wechsel von Fortuna Düsseldorf zu Werder im Sommer 2023 bereits zwei Mal verliehen wurde – zurück nach Düsseldorf (Saison 2024/25) und zuletzt an Hertha BSC (Saison 2025/26).
Werder-Bremen-Trainer Daniel Thioune über Dawid Kownacki: „Ich vertraue ihm, und er sollte mir vertrauen“
Was theoretisch für einen erfolgreichen vierten Anlauf des 29-Jährigen bei Werder sprechen könnte, ist seine Verbindung zu Cheftrainer Daniel Thioune, der mit dem Stürmer in Düsseldorf erfolgreich zusammengearbeitet hat. „Ich kenne Dawid gut, und er kennt mich gut“, sagte Thioune im Zillertal. „Dass er positionsfremd gespielt hat, lag daran, dass uns im Mittelfeld noch Spieler gefehlt haben.“ Im Test gegen den VfL Bochum (Samstag, 13 Uhr/DeichStube-Liveticker), so kündigte es der Chefcoach an, werde Kownacki nun auch Einsatzzeit als Neuner bekommen. „Ich vertraue ihm, und er sollte mir vertrauen“, betonte Thioune. Und trotzdem stehen die Vorzeichen Ende Juli 2026 deutlich auf Trennung. (dco)
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