Verkorkste Saison für den Werder-Stürmer

Kownacki zwischen Freud und Leid: Kämpft der Stürmer um eine neue Chance bei Werder oder macht er den Abflug?

Dawid Kownacki erlebt beim SV Werder Bremen keine einfache Zeit.
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Dawid Kownacki erlebt beim SV Werder Bremen keine einfache Zeit.

Hinter Dawid Kownacki liegt eine verkorkste Saison. Der Angreifer des SV Werder Bremen hat in seinem ersten Jahr an der Weser kaum einen sportlichen Fußabdruck hinterlassen. Wie geht es mit dem 27-Jährigen jetzt weiter?

Bremen – Eine Halbzeit lang durfte Dawid Kownacki noch einmal ran, und der Profi des SV Werder Bremen tat das, was er in dieser Saison schon häufiger getan hat, wenn sportlich eher zweitrangige Partien auf dem Plan standen: Er erzielte Tore. Zwei Stück waren es am Freitag beim freundschaftlichen Vergleich mit dem Bremen-Ligisten Blumenthaler SV (9:4), auch während der Sommervorbereitung vor knapp zehn Monaten hatte er reihenweise getroffen und somit die Hoffnungen genährt, dass es auch in der Liga laufen werde. Tat es aber nicht. Als es für den Stürmer und für Werder so richtig drauf ankam, da lief es für ihn nicht. Nur dreimal gehörte er zur Startelf, in lediglich 280 Spielminuten blieben nicht viele gelungene Szenen im Gedächtnis. Was die Frage aufwirft, ob der 27-Jährige nach einem verkorksten Jahr überhaupt eine Zukunft am Osterdeich hat.

Transfer oder Verbleib: Offenbar gibt es Angebote für Werder Bremens Dawid Kownacki

„Sowohl wir als auch er haben sich sicherlich mehr erhofft von dieser Saison“, meint Werder Bremens Chefcoach Ole Werner. „Wir werden sehen, was der Sommer bringt.“ Zuletzt hatte die „Bild“ berichtet, dass es Angebote für den polnischen Angreifer gebe – eines davon auch aus der Bundesliga. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie konkret ein Wechsel Kownackis wirklich wird, das Branchenportal transfermarkt.de beziffert den Marktwert des Offensivmanns mit zwei Millionen Euro. Die Bremer hatten den siebenfachen Nationalspieler ihrerseits im Vorjahr ablösefrei von Fortuna Düsseldorf aus der zweiten Liga verpflichtet. Ole Werner betont, dass ein Abgang keineswegs vorprogrammiert sei: „Unter dem Strich werden die Karten in der kommenden Saison neu gemischt“, erklärt der 36-Jährige mit Blick auf die personellen Veränderungen im Kader. Nick Woltemade verlässt Bremen bekanntlich in Richtung Stuttgart, Eren Dinkci kehrt nach seiner Heidenheim-Leihe gar nicht erst zurück. Darüber hinaus ist noch ungewiss, ob Marvin Ducksch bei Werder bleibt. Im Gegenzug wird sich der Österreicher Marco Grüll künftig auch um einen Stammplatz bemühen, darüber hinaus wird Justin Njinmah nach seiner gesundheitlichen Auszeit wieder angreifen. Und irgendwo in diesem Konkurrenzkampf muss sich auch Dawid Kownacki beweisen. Wenn er selbst und Werder das denn wirklich wollen, denn der Weg zur Stammkraft bleibt weit.

Werder Bremens Dawid Kownacki verletzt sich im Testspiel - Ole Werner: „Glaube jetzt nicht, dass es etwas ganz Dramatisches war“

Das Fußballjahr 2023/2024 endete für den Stürmer jedenfalls trotz der beiden Tore mit einem weiteren schmerzhaften Erlebnis. Kurz vor dem Abpfiff wurde Dawid Kownacki in Blumenthal ordentlich abgeräumt, humpelte sichtlich verärgert vom Feld, ließ sich auf den Boden fallen und hielt sich das linke Knie. Dieses war später dick bandagiert, als es in Richtung Kabine ging. Ole Werner gibt vorsichtig Entwarnung: „Da müssen wir noch abwarten, aber ich glaube jetzt nicht, dass es etwas ganz Dramatisches war“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen. „Er hat einen Schlag drauf bekommen, es sah jetzt erst einmal aus wie eine Prellung.“ (mbü/dco)

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