Beide Eggesteins spielen, einer trifft sogar

Erfolgserlebnis beim Familienausflug

Johannes Eggestein (li.) und Maximilian Eggestein (re.)
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Johannes Eggestein (li.) und Maximilian Eggestein (re.)

Osnabrück - Ballannahme, Drehung, Schuss ins kurze Eck – so hat Werder-Profi Maximilian Eggestein die deutsche U 21-Auswahl am Dienstagabend in Osnabrück vor einem Fehlstart in die EM-Qualifikation bewahrt.

Eggestein erzielte in der 45. Minute das Tor zum 1:0-Sieg über den Kosovo. Es war im zweiten U21-Länderspiel der erste Treffer für den Bremer.

Zum ersten Mal stand Maximilian (20) mit seinem nur eineinhalb Jahre jüngeren Bruder Johannes gemeinsam für eine deutsche Nationalmannschaft auf dem Platz. Und nachdem vier Tage zuvor Johannes bei der 1:2-Testspielniederlage gegen Ungarn getroffen hatte, zog nun der andere Eggestein nach. „Es freut mich, dass ich ausgleichen konnte“, sagte Maximilian bei „eurosport“ und fügte an: „Wichtig war der Sieg. Jetzt können wir auch bisschen feiern, dass wir gemeinsam in der Startelf standen.“

Werder-Trainer Alexander Nouri live dabei

Dass zwei Brüder in einem DFB-Auswahlteam spielen, kommt höchstselten vor. In der U21 schafften es bislang nur die Halbbrüder Kevin-Prince und Jerome Boateng gemeinsam auf den Rasen (2009), Toni und Felix Kroos verpassten sich knapp. Die Eggesteins können nun aber für alle Zeiten von ihrem „kleinen Familienausflug“ (Johannes) nach Osnabrück berichten. Viel hat zudem nicht gefehlt, dass sich beide in die Torschützenliste eingetragen hätten. Johannes wurde auf dem Weg zum 2:0 aber kurz vor dem Tor noch gestoppt (58.). Statt über ein eigenes Tor berichten zu können, musste der jüngere Eggestein deshalb „nur“ den Treffer des Bruders loben. „Er macht eine gute Körpertäuschung, visiert die kurze Ecke an – er hat alles richtig gemacht“, lobte der Stürmer den Mittelfeldspieler.

Maximilian Eggestein schießt die deutsche U21-Nationalmannschaft zum Sieg.

Alexander Nouri, Trainer des SV Werder, war in Osnabrück, seiner alten Wirkungsstätte als Profi, live dabei und sah seinen Schützlingen zu. Sein Urteil über das 1:0: „Maxi windet sich ein bisschen in Draxler-Manier um den Gegenspieler herum und hat dann einen tollen Abschluss.“ Und Johannes? „Er hatte gute Aktionen. Ich freue mich für beide, dass sie sich hier zeigen konnten.“ 

(mit dpa)

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