Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt verschoben

Kommentar: Der SV Werder Bremen lässt die Spielabsage einfach über sich ergehen

Das Spiel von Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt wurde von der DFL abgesagt.
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Das Spiel von Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt wurde von der DFL abgesagt.

Ein Kommentar von Björn Knips. Es ist wie auf dem Platz: Der SV Werder Bremen kämpft zwar, aber am Ende einfach nicht genug, um erfolgreich zu sein. Die Konkurrenten sind viel bissiger. Und das macht Angst im Abstiegskampf!

Es wirkt fast so, als würde Werder Bremen die in dieser Saison nicht enden wollenden Nackenschläge nur noch über sich ergehen lassen.

Dabei darf die Entscheidung der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Werders Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt abzusagen, absolut als willkürlich bezeichnet werden. Denn in der Vergangenheit war es der DFL schnuppe, wie lange sich eine Mannschaft nach einer Partie erholen durfte. Die Spiele wurden so terminiert, wie es am besten passte, dafür gibt es wahrlich genügend Beispiele.

Nun hat sich die Eintracht mit ihrem Wehklagen durchgesetzt. Und es war mehr als ein Wehklagen. Sportvorstand Fredi Bobic hat von Beginn an lautstark dafür gekämpft. Und Werder? Blieb einmal mehr ganz brav. Den diplomatischen Worten von Klaus Filbry am Donnerstag ließ sein Geschäftsführer-Kollege Frank Baumann am Freitag zwar Sätze mit verärgertem Inhalt folgen, aber dafür hätte ein Fredi Bobic vermutlich nicht einmal den Mund aufgemacht. Das wäre ihm wahrscheinlich zu brav gewesen, um es als Protest gegen eine so schwerwiegende Entscheidung zu benutzen.

Werder Bremen: Signal von Verhalten ist verheerend 

Das Signal von Werders Verhalten ist verheerend. Es macht sich ein Gefühl von Resignation breit. Dabei hätte die Geschichte mehr als dazu getaugt, sich als kleines, gallisches Dorf zu präsentieren, dem von der bösen DFL wieder einmal übel mitgespielt wird – wie schon im Polizeikostenstreit. Doch davon will Baumann nichts hören. Der Sportchef bleibt hoch anständig, drückt der Eintracht in der Europa League die Daumen. Was übrigens zur Konsequenz haben könnte, dass Werder Bremen am Ende der Saison in 16 Tagen sechs Spiele absolvieren müsste – inklusive DFB-Pokal und Relegation. Letzteres kann aber nur erreicht werden, wenn Werder endlich lernt, so verbissen zu kämpfen wie die anderen - auf und neben dem Platz.

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