Noten zum 1:1 gegen Hoffenheim
Einzelkritik: Pavlenka rettet, Gondorf findet das Gaspedal
Bremen - Werder Bremen hat im ersten Rückrunden-Spiel der Bundesliga-Saison ein 1:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim geholt. Die Spieler in der Einzelkritik.
Jiri Pavlenka: Unglaublich, wie er den Schuss von Kramaric aus kürzester Entfernung parierte. Pavlenka spekulierte, machte sich lang, warf sich einfach in den Ball und riss im richtigen Moment noch die Arme hoch. Es war eine Parade, die mit dem Begriff „Glanztat“ nur unzureichend beschrieben ist. Unorthodox seine Faustabwehr nach hinten, mit der er die Veljkovic-Bogenlampe „entschärfte“. Note 2
Theodor Gebre Selassie: Klebte beim 0:1 an Hoffenheims Hübner, konnte dessen Kopfball dennoch nicht verhindern. Gebre Selassie spielte defensiv solide, hielt sich offensiv zurück – und war dann doch der Retter des Remis. Staubte zum 1:1 ab – es war sein zweiter Saisontreffer. Note 3
Milos Veljkovic: Er war wohl noch nicht ganz bei der Sache, als er Keeper Pavlenka mit einer gefährlichen Bogenlampe in Bedrängnis brachte (10.). In der Folge sicher und stabil, mit nur kleinen Fehlern. Note 3
Niklas Moisander: Der Finne, der in der ersten Halbzeit noch mit ungewöhnlich vielen Abspielfehlern auffiel, hätte zum Matchwinner werden können. Der Innenverteidiger stand in der 72. Minute plötzlich in Mittelstürmer-Position, und Kapitän Junuzovic fragte später mit einem Augenzwinkern, „wie er da hingekommen ist“. Moisander kam jedenfalls zum Abschluss und hatte Pech, dass Hoffenheim-Verteidiger Vogt den Ball noch an den Pfosten lenkte. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Moisander in Halbzeit zwei insgesamt mehr Sicherheit ausstrahlte. Note 3
Ludwig Augustinsson: Er taute erst nach der Pause auf. Bis dahin war von dem Linksverteidiger wenig bis nichts zu sehen gewesen. Bespielte dann aber gemeinsam mit Kainz die linke Flanke auch offensiv. Note 3,5
Philipp Bargfrede: Die Grundidee war wohl, ihn als einzigen Sechser aufzubieten. Das Spiel erforderte aber, dass Maximilian Eggestein ihn unterstützte. Bargfrede hat noch nicht wieder das Level, das ihn in den letzten Spiele vor der Winterpause so wertvoll gemacht hatte. Note 4
Maximilian Eggestein: Immer, wenn Hoffenheim den Ball hatte, rückte er an Bargfredes Seite. Hatte aber wie der Nebenmann Probleme, Zugriff auf die Gegenspieler zu bekommen. Im zweiten Spielabschnitt wurde es besser. Kleines Bonbon für ihn: Weil ihm der Ball vor dem 1:1 ans Knie sprang, steht jetzt ein Assist mehr auf seinem Konto. Note 3,5
Zlatko Junuzovic (bis 90.+1): Er begann im Mittelfeldzentrum, wechselte aber schon nach wenigen Minuten mit Kruse die Positionen. Auf der rechten Seite war Junuzovic jedoch ziemlich verloren. Aber: Er gab nie auf, kämpfte bis zu seiner Auswechslung. Note 4
Max Kruse: Erst rechts, dann in der Mitte, in der letzten halben Stunde dann Sturmspitze: Kruse spielte viele Rollen, kam aber nicht so zur Geltung. Seine Vorlage für Moisander hätte allerdings ein Tor verdient gehabt. Note 3,5
Florian Kainz (bis 84.): Die linke Seite war seine Bewegungszone – und die verließ er kaum einmal. Kainz hatte viele Aktionen, wohl die meisten aller Bremer. Aber längst nicht alles gelang. Pech, dass bei seiner Top-Chance Kaderabek noch den Fuß an den Ball bekam. Doch immerhin: den Aufwärtstrend hat Kainz bestätigt. Note 3
Ishak Belfodil (bis 57.): In der Anfangsphase noch sehr agil, mit schöner Vorarbeit für Kainz. Dann bekam er einen Schlag auf den ohnehin schon lädierten Fuß. Das handicapte ihn. Note 4
Jerome Gondorf (ab 57.): Eine echte Belebung für das Bremer Spiel. Gondorf kurbelte das Offensivspiel an und war auch hinten präsent – wie bei seiner Rettungstat im Sechzehner in Minute 77. Per Volleyschuss wäre ihm beinahe die Führung gelungen, nur Hübner stand dem im Weg. Note 2,5
Aron Johannsson (ab 84.): Blieb als Linksaußen ohne nennenswerte Aktion. Note -
Robert Bauer (ab 90.+1): Seine Einwechslung nahm nur noch Zeit von der Uhr. Note -