VfB Stuttgart gegen Werder Bremen
Einzelkritik: Der rabenschwarze Arbeitstag des Milos Veljkovic
Was für eine Partie. Die Gäste aus Bremen waren über weite Strecken das klar bessere Team, müssen allerdings ohne Punkte die Heimreise antreten. Fehlende Präzision vor dem gegnerischen Tor und die Gelb-Rote Karte für Milos Veljkovic verhalfen dem VfB letztlich zum ersten Saisonsieg. Die Einzelkritik der DeichStube.
Jiri Pavlenka: Vor dem 0:1 hat er gezockt, kam aus dem Tor geeilt und hoffte, dass er irgendwie den Ball erwischt - was gegen den schnellen Didavi nicht gelang. Aber kein Vorwurf an den Torhüter! Auch beim 1:2 machtlos. Ansonsten da, wenn er gebraucht wurde, wie in der Schlussphase gegen Gonzalez. Note 2,5
Milos Veljkovic (bis 36.): Kam als rechter Part der Dreierkette überhaupt nicht zurecht. Keine Chance im Laufduell gegen Donis vor dem 0:1, dazu zwei vermeidbare und mit Gelb geahndete Fouls an Didavi - Gelb-Rot! Der rabenschwarze Arbeitstag des Verteidigers war schnell vorbei. Note 5
Philipp Bargfrede (bis 67.): Hatte die rosafarbenen Schuhe aus dem Abschlusstraining gegen knallgelbe getauscht und begann als zentraler Mann in der Dreierkette. Dort gewohnt zweikampfstark. Später auch als Innenverteidiger mit wichtigen Ballgewinnen. Note 3
Niklas Moisander: Die meiste Zeit wieder einmal mit Ruhe am Ball, mit überlegten Pässen - aber gegen Stuttgarts Angreifer, vor allem gegen den flinken Donis, auch mit dem einen oder anderen Wackler. Note 3,5
Theodor Gebre Selassie: Durch die Umstellung auf Dreierkette zunächst weiter vorne auf dem Platz postiert und dadurch offensiv häufig in Erscheinung. Spielte mit großem Einsatz, vergab in Halbzeit eins aber die große Chance zum 1:1, als er sich zwischen Flanke und Abschluss offenbar nicht entscheiden konnte. Note 3
Maximilian Eggestein: Anfangs nicht so auffällig wie zuletzt, aber erneut unermüdlich unterwegs. Die großen Aktionen fehlten dieses Mal im Spiel des 21-Jährigen - mit Ausnahme der 58. Minute, als er am Pfosten scheiterte. Note 3,5
Nuri Sahin: Begann erstmals mit Bargfrede gemeinsam und agierte als Sechser lange Zeit sehr umsichtig. Im Spielaufbau mit klugen Pässen. Vor dem 1:2 durch Castro allerdings mit schlimmem Ballverlust, was den guten Eindruck trübte. Note 4
Davy Klaassen: Der Niederländer begann gut, arbeitete auch stark nach hinten. Aber der Pass, der Stuttgart den Konter zum 1:0 schenkte, war zu lässig gespielt. Klaassen hatte danach nicht mehr die ganz großen Szenen zu bieten. Note 3,5
Ludwig Augustinsson (bis 67.): Genau wie Gebre Selassie sehr offensiv unterwegs, dabei aber mit weniger Durchschlagskraft als der Tscheche. Note 3,5
Yuya Osako (bis 80.): In der Anfangsphase mit drei Abschlüssen in neun Minuten, und auch danach ein ständiger Unruheherd. Schlaue Pässe und überraschende Aktionen - ein gutes Spiel des Japaners. Note 2,5
Max Kruse: Sehr aktiv, mit Spielwitz - er setzte seine Kollegen gut in Szene. Mit Ausnahme einer Chance direkt nach der Pause allerdings ohne gefährliche Abschlüsse. Tauchte am Ende etwas ab. Note 3
Claudio Pizarro (ab 67.): Hätte kurz nach seiner Einwechselung beinahe das 2:1 erzielt, traf aber nur den Pfosten. Brachte neuen Schwung in die Offensive. Note -
Martin Harnik (ab 67.): Wurde von den Fans seines Ex-Clubs Stuttgart gnadenlos ausgepfiffen, fand aber dennoch (oder vielleicht gerade deswegen) sofort ins Spiel und setzte vorne Akzente. Note -
Florian Kainz (ab 80.): Sollte seine Schnelligkeit zur Geltung bringen, was nicht mehr gelang. Note -
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