Baumann lobt den Matchwinner
Entscheidung bei Belfodil erst nach Saisonende
Augsburg - Als der erste Jubel nach seinem frühen Führungstreffer in Augsburg verflogen war, da kannte Ishak Belfodil nur ein Ziel: die Ersatzbank – und speziell dort Luca Caldirola.
Freudestrahlend sprang der Werder-Profi dem Teamkollegen in die Arme. Eine Dankeschön, wie Caldirola später via Kurznachrichtendienst Twitter aufklärte. Der Italiener hatte Belfodil vor der Partie einen Treffer prophezeit. Am Ende waren es sogar zwei Tore und ein Assist. Damit sicherte sich Belfodil beim 3:1-Sieg gegen den FC Augsburg selbstverständlich den Titel „Man of the Match“. Doch der 26-Jährige blieb ganz cool, genauso wie Sportchef Frank Baumann, als er zur Zukunft des Algeriers befragt wurde.
Kruse: Er hat sich an die Bundesliga gewöhnt“
„Wir sind froh, dass wir ihn haben. Aber wir haben da keinen Druck, es ist alles mit Ishak besprochen“, sagte Baumann und erklärte: „Wir warten die Saison ab und entscheiden dann, ob er bleibt oder nicht.“ Belfodil ist nur bis Saisonende von Standard Lüttich ausgeliehen. Werder besitzt eine Kaufoption, die bei geschätzten acht Millionen Euro liegen soll.
In der Hinrunde sah es lange Zeit so aus, als sollte der Stürmer dieses Geld niemals wert werden. Doch die Zeiten haben sich geändert. „Er hat sich an die Bundesliga gewöhnt“, sagte Teamkollege Max Kruse, und Zlatko Junuzovic urteilte: „Ishak hat sich belohnt. Er war hier und da mal ein bisschen unglücklich. Heute hat er uns unheimlich geholfen.“
Belfodil: „Ich habe auch schon andere gute Spiele gemacht“
Ein mickriges Törchen hatte bislang Belfodils Bundesliga-Statistik geziert. Nun kamen gleich zwei Treffer und ein Assist dazu. Doch der Algerier wollte partout nicht von seiner besten Partie im Werder-Trikot sprechen.
„Ich habe auch schon andere gute Spiele gemacht“, betonte der 26-Jährige und lenkte den Blick immer wieder auf das große Ganze: „Ich will nicht so gerne über mich sprechen. Es war eine tolle Leistung der Mannschaft. Wir spielen schon länger sehr gut und haben auch die nötigen Resultate. So müssen wir weitermachen.“
Der Klassenerhalt ist für ihn trotz der acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz längst noch nicht perfekt. „Meine Erfahrungen zeigen mir, dass der Kampf um den Klassenerhalt nie so richtig zu Ende ist, so lange mathematisch nicht alles klar ist“, warnte der Stürmer und kündigte an: „Ich werde mein Bestes geben, um an die Leistung von heute anzuknüpfen.“
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