Nationalmannschafts-Entscheidung
Eren Dinkci legt sich fest: Werder-Leihgabe will künftig für die Türkei spielen
Werder Bremens Leihgabe Eren Dinkci hat sich für die türkische und gegen die deutsche Nationalmannschaft entschieden. So begründet der Stürmer, der aktuell für den 1. FC Heidenheim auf Torejagd geht, die Entscheidung.
Bremen – Die letzten Länderspiele von Eren Dinkci liegen schon eine Weile zurück, im September und Oktober 2020 durfte der Jungprofi des SV Werder Bremen in drei Partien für die deutsche U20-Auswahl ran. Danach wartete er vergeblich auf weitere Nominierungen. Seither ist viel passiert. Dinkci steht zwar noch immer an der Weser unter Vertrag, aktuell ist der Offensivspieler allerdings an Ligakonkurrent 1. FC Heidenheim verliehen. Und beim Bundesliga-Aufsteiger liefert der 21-Jährige bislang eine richtig gute Saison ab, hat in elf Partien fünf Tore erzielt und ein weiteres vorbereitet. Sollte sich deshalb jemals wieder eine Tür zur Nationalmannschaft öffnen, dann soll es laut Dinkci bitte künftig die türkische sein.
Türkei statt Deutschland: Warum sich Werder Bremens Leihspieler Eren Dinkci so entschieden hat
Den Grund für diesen Länder-Wechsel hat der gebürtige Bremer gleich mitgeliefert – und zwar während einer Fragerunde bei einem Schulbesuch im baden-württembergischen Ellwangen. Laut „Schwäbischer Zeitung“ habe Eren Dinkci dort verraten, dass er sich für die türkische Nationalmannschaft entschieden habe, „denn die passe besser zu ihm als die deutsche“. Eine Einladung zu einem Lehrgang des Teams stehe für den verliehenen Profi des SV Werder Bremen bislang aber noch aus.
Der erste Auftritt für das Land vom Bosporus wäre das freilich nicht. Im Februar 2020 – und somit nur wenige Monate vor seinem Debüt für die deutsche U20 – hatte Eren Dinkci bereits eine Begegnung für die türkische U19 bestritten. Zur Erklärung: Im Juniorenbereich ist solch ein Tausch im Falle einer doppelten Staatsbürgerschaft problemlos möglich, nach einem ersten Pflicht-Länderspiel bei den Erwachsenen kann sich nicht mehr umentschieden werden. Auch Werder Bremens einstiger Abwehrchef Ömer Toprak hatte als Jugendlicher den Adler auf der Brust getragen, ehe er später bei den Herren für die Türkei auf 27 Einsätze im Nationaldress kam. (mbü)