Wichtiges Tor für Heidenheim
Nach emotionaler Diagnose: Ex-Werder-Stürmer Dinkci trifft für seine Freundin – und hilft dem Ex-Club
Eren Dinkci trifft für den 1. FC Heidenheim und hilft damit auch Ex-Club Werder Bremen. Doch das Tor hatte mehr als nur einen sportlichen Wert.
Von Moritz Büscher. Es war ein besonderes Tor, das Eren Dinkci am vergangenen Samstag zum 2:0-Endstand gegen den FC St. Pauli erzielt hat. Der 24-Jährige hielt dem Schlusslicht 1. FC Heidenheim mit seinem zweiten Ligatreffer nicht nur die Resthoffnung auf den Relegationsrang am Leben, der nun nur noch vier Zähler entfernt ist. Der gebürtige Bremer leistete damit auch Schützenhilfe für seinen Ex-Verein SV Werder Bremen, der den Abstand zu den Kiezkickern nach dem eigenen 1:1 in Stuttgart auf sechs Punkte ausbaute.
Werder Bremen-Ex-Stürmer Eren Dinkci erzielt emotionales Tor für 1. FC Heidenheim - und widmet es kranker Freundin Cinja
Doch das 2:0 ins rechte obere Eck hatte vielmehr einen emotionalen Charakter für den Offensivakteur, der nach dem Spiel zu Tränen gerührt war. Zwei Wochen zuvor hatte der Angreifer des 1. FC Heidenheim die Leukämie-Erkrankung seiner Freundin Cinja verkündet. „Das Tor ist ihr gewidmet, ganz klar. Und ich hoffe, dass sie sich gefreut hat und ihr das Tor auch ein bisschen Kraft schenkt“, sagte Eren Dinkci.
Bereits Ende Januar wurde bei der Partnerin des Heidenheimer Profis die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs festgestellt, Leukämie ist dabei die häufigste Form. Gegen St. Pauli beteiligten sich 450 Menschen bei einer DKMS-Registrierungsaktion. Im Duell vor einer Woche beim SC Freiburg waren es 688 Menschen. Online hatten sich 2000 Menschen für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registriert.
Leukämie-Erkrankung von Eren Dinkcis Freundin Cinja: Werder Bremen-Ex-Stürmer für Unterstützung „von Herzen dankbar“
Eren Dinkci, der nach der Partie Sprechchöre der FCH-Anhänger erhalten hat, sandte einen großen Dank an beide Fanlager. Er sei von der Teilnahme überwältigt gewesen, wie der Ex-Profi des SV Werder Bremen auf seinem Instagram-Account schreibt: „Das bedeutet uns extrem viel und wir sind von Herzen dankbar für jeden Einzelnen, der sich registriert hat. Ihr könnt Leben retten! Ohne euch wäre es gar nicht erst möglich gewesen, so viele Registrierungen zu erreichen.”
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