Werder in der Länderspielpause

Ex-Bremer Marko Arnautovic gelingt Historisches – auch Werder-Profi Romano Schmid glänzt bei Österreichs Rekordsieg

Beim 10:0-Kantersieg gegen San Marino schoss sich Marko Arnautovic zum Rekord-Torschützen der österreichischen Nationalmannschaft. Was er dazu sagt und wie der Abend für die Österreicher von Werder Bremen lief.

Wien – Es lief bereits die 84. Spielminute, der Kantersieg Österreichs gegen das kleine San Marino in der WM-Qualifikation war längst eingetütet – und doch stürmte nach dem Treffer von Marko Arnautovic zum 10:0-Endstand nochmal die gesamte Mannschaft jubelnd auf den Angreifer zu. Denn weil der 36-Jährige zuvor bereits drei Treffer erzielt hatte (8., 47., 83.), stellte er ihn doch noch auf, den neuen Tor-Rekord der österreichischen Nationalmannschaft. Mit jetzt 45 Treffern ist der ehemalige Angreifer des SV Werder Bremen am langjährigen Top-Torschützen Toni Polster (44) vorbeigezogen.

Rekord-Torschütze Marko Arnautovic jubelt mit seinen Nationalmannschaftskollegen (li.), auch Romano Schmid (re.), Profi des SV Werder Bremen traf für Österreich gegen San Marino.

Ex-SVW-Stürmer Marko Arnautovic ist neuer Rekord-Torschütze Österreichs – so lief es für die aktuellen Profis des SV Werder Bremen

„Einen riesengroßen Respekt an Toni. Danke, dass du es so sehr gepusht hast“, würdigte Marko Arnautovic, der mit 128 Einsätzen längst österreichischer Rekord-Nationalspieler ist, seinen Vorgänger in einer Medienrunde nach dem Spiel: „Es war mir eine Ehre, mit ihm um den Tor-Rekord zu spielen. Ich warte auf den Moment, dass wir uns nur zu zweit zusammensetzen, ein Bier trinken und darüber lachen können.“ Der Mittelstürmer hatte sich da schon wieder gesammelt. Kurz zuvor hatte das noch anders ausgesehen: „Ich konnte gar nicht reden, konnte gar nicht schauen. Mir sind einfach nur die Tränen gekommen. Für mich ist das ein unglaublicher Moment.“

Dass Marko Arnautovic mit seinem Treffer zum 10:0 auch noch für den höchsten Länderspiel-Sieg Österreichs aller Zeiten gesorgt hatte, rundete den historischen Abend ab. Außerdem hatten Michael Gregoritsch (24.) Stefan Posch (30., 42.), Konrad Laimer (45.) und Nikolaus Wurmbrand (76.) getroffen. Den Torreigen eröffnet hatte Romano Schmid, dessen Flanke aus dem rechten Halbfeld länger und länger wurde und sich schließlich ins lange Eck senkte (7.). Das zwischenzeitliche 7:0 durch Arnautovic bereitete der Profi des SV Werder Bremen zudem vor. Während Schmid über 90 Minuten durchspielte, wurde sein Bremer Kollege Marco Friedl nur eingewechselt (63.). Marco Grüll kam gar nicht zum Einsatz.

Nach Rekord von Marko Arnautovic: Drei Profis des SV Werder Bremen mit Österreich voll auf WM-Kurs

Trotzdem war auch Werder Bremens Grüll in jener 84. Minute mit den anderen Reservisten nochmal über das Feld gestürmt, um Marko Arnautovic zu gratulieren. „Es war ein bisschen zu viel, ich habe keine Luft mehr bekommen“, sagte der überglückliche Rekord-Torschütze, für den es an diesem Abend nur einen Wermutstropfen gab: „Leider waren meine Mutter, meine Frau und meine Kinder nicht da, aber wer soll auch vor einem Spiel wissen, dass ich vier Tore mache.“

In der Gruppe H der WM-Qualifikation steht Tabellenführer Österreich mit der maximalen Punkteausbeute (15 Zähler) vor Verfolger Bosnien-Herzegowina (13). Auch weil die Bosnier bereits ein Spiel mehr absolviert haben, ist die ÖFB-Auswahl bei noch drei ausstehenden Partien derzeit voll auf WM-Kurs. (tos)

Rubriklistenbild: © Georg Hochmuth/APA/dpa

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