Trainer-Entlassung
Nach nur einer Saison: Ole Werner fliegt bei RB Leipzig – Werder gehen Boni flöten
RB Leipzig entlässt Werder Bremens Ex-Trainer Ole Werner trotz der Champions-League-Quali und Platz drei. Welche monetären Folgen das für den SVW hat.
Die nackten Zahlen lesen sich eigentlich nicht schlecht: Als Tabellendritter hat RB Leipzig den Einzug in die Champions League geschafft, Trainer Ole Werner holte mit den Sachsen zudem 65 Punkte – und damit die zweitmeisten in der Vereinsgeschichte. Gereicht hat dem ehemaligen Coach des SV Werder Bremen diese Bilanz dennoch nicht, denn am Mittwochabend wurde Werner entlassen. Damit endet das Engagement des Schleswig-Holsteiners nach nur einer Saison schon wieder, was auch Folgen für Werder hat.
Trotz CL-Qualifikation: RB Leipzig trennt sich von Ex-Werder-Bremen-Trainer Ole Werner
„Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen“, erklärte Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig. Neben Ole Werner müssen auch dessen Assistenten Patrick Kohlmann und Tom Cichon, mit denen er bereits bei Werder Bremen zusammengearbeitet hatte, gehen. „Wir bedanken uns bei Ole, Tom und Patrick für ihre Arbeit und ihren Einsatz bei RB Leipzig. Sie haben einen großen Anteil am erfolgreichen Umbruch sowie an der Qualifikation für die Champions League“, sagte Schäfer. „Dennoch sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass eine inhaltliche Weiterentwicklung und eine veränderte Herangehensweise für die vor uns liegenden Aufgaben erforderlich sind.“
Während Ole Werner zuletzt im Urlaub weilte, hatten sich die Anzeichen bereits verdichtet, dass es zu einer Trennung kommen würde – unmittelbar nach der Rückkehr des 38-Jährigen von einem Malaysia-Trip erhielt er nun die Kündigung. Vorausgegangen sein soll auch eine clubinterne Debatte darüber, wie genau Erfolg zu definieren ist. Neben Schäfer, einem Befürworter Werners, sollen dabei maßgeblich Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff sowie Jürgen Klopp, Boss der RB-Fußballsparte, ein gehöriges Wort mitgesprochen haben. Laut Medienberichten hätte das Duo schon zu früheren Zeitpunkten versucht, den Coach seines Amtes zu entheben. Als heißer Kandidat auf die Nachfolge gilt Ex-Bayern-Profi Martin Demichelis.
Ole Werners Aus bei RB Leipzig hat auch Konsequenzen für den SV Werder Bremen
Das Aus von Ole Werner hat auch Konsequenzen für den SV Werder Bremen. Nachdem sich der Coach vor knapp einem Jahr gegen eine Vertragsverlängerung in Bremen entschieden hatte, daraufhin freigestellt wurde und für eine Ablöse von 1,5 Millionen Euro schließlich in den Osten der Republik gewechselt war, gab es die Aussicht auf nachträgliche Bonuszahlungen, die beim Transfer vereinbart worden waren. Wie auch die „Bild“ berichtet, wurden für die Erfolge des vergangenen Jahres 250.000 Euro fällig – theoretisch hätten es im Laufe von zwei Jahren eine halbe Million Euro sein können. Durch die jetzige Entlassung wird Werder aber keine weiteren Nachzahlungen mehr erhalten. (mbü)
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